Nach Hasspostings: Ludwigs Brief an Chris Lohner

Fiese Kommentare wegen Corona-Infektion

Nach Hasspostings: Ludwigs Brief an Chris Lohner

Weil Chris Lohner aufgrund ihrer Corona-Erkrankung Hass-Postings bekommen hatte, schreib Wien-Bürgermeister Ludwig einen Genesungsbrief mit aufmunternden Worten.

Schauspielerin, Kabarettistin, Autorin und Moderatorin Chris Lohner hatte vor einigen Wochen ihre schwere Covid-19-Erkrankung unter anderem auf ihrem Facebook-Profil bekanntgegeben und neben viel Zuspruch auch wüste Hasspostings bekommen. Facebook-User warfen der Schauspielerin unter anderem vor, Panik zu verbreiten oder Aufmerksamkeit erhaschen zu wollen. Lohner kündigte daraufhin an, ihr Facebook-Profil zu löschen. 
 
© Facebook
Nach Hasspostings: Ludwigs Brief an Chris Lohner
× Nach Hasspostings: Ludwigs Brief an Chris Lohner
Ein weniger nettes Posting auf Chris Lohners Profil.
 
 

Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, aber es gibt auch ein Leben ohne social media und seinen Auswüchsen! Es...

Gepostet von Chris Lohner am Dienstag, 16. Februar 2021
 
 
Nun gibt es Zuspruch des Wiener Stadtoberhaupts: Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) drückte in einem sehr persönlichen Brief die Hoffnung aus, dass sie bald gesund wird und bleibt.
 
© oe24
Nach Hasspostings: Ludwigs Brief an Chris Lohner
× Nach Hasspostings: Ludwigs Brief an Chris Lohner

Lohner wollte Facebook-Profil löschen

 
"Alle Mieslinge, und das ist noch das Freundlichste, was mir einfällt, die nichts anderes zu tun haben, hatten, als Gift zu versprühen, sollten sich jetzt langsam nach einem anderen Neid- und Hassobjekt umsehen, denn demnächst wird mein Lohner Facebook gelöscht. Ich kann nicht zulassen, dass mein Computer zu einer Kloake verkommt, in der übelriechendster Müll entsorgt wird", schrieb die noch immer an den Nachwirkungen ihrer Corona-Infektion leidende Lohner.
 

Genesungswünsche von Bürgermeister Ludwig

 
"Ich habe mich über den Brief des Bürgermeisters sehr gefreut", so Lohner. Ludwig schrieb darin: "Die Krankheit, die uns am meisten zu schaffen macht, in Wien und auch anderswo, ist zweifellos nicht mit einer Impfung zu behandeln." Es tue ihm leid, dass Lohner - für alle Österreicher wohl tagtäglich als "Stimme der ÖBB" präsent - die Auswirkungen ihrer Erkrankung "so massiv" zu spüren bekommen habe. "Ihre Stimme und Ihre Aussagen stehen allemal für ein gesellschaftliches Miteinander und gegen die Verrohung in der Kommunikation. Mit diesen Statements setzen Sie Grenzen und sind damit wieder einmal vorbildlich streitbar, eine Wohltat!" Er wünsche Lohner "baldige Besserung und eine vollständige Genesung", schrieb Ludwig.