Ena Kadic

2 Monate nach Drama

Tote Ex-Miss: Rätsel um Blutspuren

Überraschung: Die Staatsanwaltschaft lässt im Fall Kadic das Blut neu untersuchen.

Die Staatsanwaltschaft hat den Abschlussbericht der Polizei im Todesfall Ena Kadic (26) genau unter die Lupe genommen und Nachholbedarf festgestellt: Jetzt sollen Blutspuren ausgewertet werden, die am 16. Ok­tober nach der Tragödie am Bergisel-Rundwanderweg sichergestellt wurden.

Wie berichtet, stürzte Ena Kadic, die Miss Austria von 2013, beim Joggen von der Aussichtsplattform Drachenfelsen rückwärts 30 Meter in die Tiefe. Drei Tage später starb sie in der Uni-Klinik.

Tödliches Selfie? Zeugen hatten beobachtet, wie die Schönheitskönigin kurz vor dem Absturz auf dem rechten Geländer saß und mit ihrem Handy hantierte. Vieles deutet darauf hin, dass Kadic bei einem Selfie vor der Bergkulisse verunglückte.

Volle Aufklärung. Fremd­verschulden schloss die Polizei stets aus. Dies haben auch die wochenlangen Ermittlungen bestätigt. Deshalb kommen die neu angeordneten Untersuchungen des Blutes doch überraschend. „Das dient der allumfassenden Aufklärung“, sagte Hansjörg Mayr von der Staatsanwaltschaft.