Neue E-Mails aus den Epstein-Akten zeigen: Sarah "Fergie" Ferguson besuchte nach Epsteins erster Haft den verurteilten Sexualstraftäter – die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie sollten sie begleiten.
Jeffrey Epstein verbüßte 2009 eine Haftstrafe wegen Anstiftung zur Prostitution mit einer Minderjährigen. Nach seiner Entlassung aus 13 Monaten Haft in Palm Beach stand er unter Hausarrest. Trotz seiner Verurteilung wollte Sarah "Fergie" Ferguson, Ex-Frau von Prinz Andrew, ihn besuchen. Laut E-Mails aus Epsteins Akten, die zuerst von der britischen "Daily Mail" veröffentlicht wurden, bat Fergies Büro Epstein um die Organisation der Reise. Epstein wurde gefragt, ob er die Kosten für Fergie übernehmen könne. Kurz darauf wollten auch Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie (damals 21 und 19 Jahre alt) die Reise antreten – ebenfalls auf Epsteins Kosten. Epstein stimmte per Mail mit einem knappen "ok" zu.
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Luxus-Upgrade gefordert
Für den Rückflug bat Fergie um ein First-Class-Upgrade für sich selbst, während die Prinzessinnen in Club-Klasse fliegen sollten. Epstein reagierte: "Ich habe nichts gesagt. Nicht antworten." Letztlich wurden die ursprünglich gebuchten Tickets genutzt: Fergie flog Business, die Prinzessinnen Economy. Der Flug kostete 14.000 Dollar.
Eine Woche nach dem Besuch schrieb Fergie: "Danke, Jeffrey, dass du der Bruder bist, den ich mir immer gewünscht habe." Zwei Jahre später distanzierte sie sich öffentlich von Epstein und bezeichnete ihn als Sexualstraftäter. Epstein beklagte sich per Mail: "Die Herzogin, die ich 15 Jahre lang finanziell unterstützt habe, sagte, sie wolle nichts mehr mit einem Pädophilen und Kinderschänder zu tun haben."
Jeffrey Epstein wurde am 6. Juli 2019 erneut festgenommen und nach New York gebracht. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner Gefängniszelle im Metropolitan Correctional Center aufgefunden.