Schnee- & Lenzrosen: Diese Blumen wecken Frühlingsgefühle

Juwelen im Februar

Schnee- & Lenzrosen: Diese Blumen wecken Frühlingsgefühle

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Manche mögen‘s kalt: Helleboren blühen, wenn andere Blumen noch schlafen.

Sie blühen mitten im Winter, strahlen auch noch im Frühling und haben einen ganz eigenen Charme. Und sie teilen das Schicksal vieler Zwillinge: Sie werden oft verwechselt. Christrosen und Lenzrosen gehören beide der Gattung Nieswurz (Helleborus) an, deren Familienoberhaupt wiederum die Hahnenfußgewächse sind. Dennoch sind die „Helleboren-Schwestern“ zwei unterschiedliche Arten mit unzähligen Zuchtformen.

Schneerose

Die in den Alpen beheimatete Christ- oder Schneerose Helleborus niger öffnet ihre Blüten im Dezember und gedeiht auf einem Standort im Halbschatten mit lehmig-kalkhaltigem Boden. Von der Schneerose gibt es mittlerweile zahlreiche Zuchtformen, von denen die meisten, aber nicht alle weiße Blüten haben. 

Schnee- & Lenzrosen: Diese Blumen wecken Frühlingsgefühle
© Getty Images
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Christrosen werden 15 bis 30 cm hoch und blühen je nach Witterung von Dezember bis Februar. Dann sind aber schon die Lenzrosen in den Startlöchern.

Lenzrosen

Die bunten Schwestern der Schneerose, die Lenzrosen Helleborus orientalis stammen ursprünglich vom Schwarzen Meer. Die Staude tritt in unzähligen weiß- und rosafarbenen Varianten sowie Auslesen mit purpurnen oder sogar gelben Blüten auf. Die meisten Helleboren, die heute im Handel sind, gehören zur Gruppe der Hybriden. Sie sind gewissermaßen Kunstprodukte, die in der freien Natur so nicht vorkommen. Die zahlreichen Sorten werden durch Kreuzungen verschiedener Helleborus-Arten gezüchtet.

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Vor allem englische Züchter sind ambitioniert und bringen Raritäten auf den Markt, die ihren Preis haben und oft auch weniger pflegeleicht sind.

Frühlingsblüten

Lenzrosen gibt es ab Februar bis April in vielen Variationen, wobei die Farbskala von Weiß und Rosa über Purpurtöne und Gelb bis zu Schwarz reicht. Es gibt Blüten mit gefüllten, gesprengelten, geaderten oder anemonenförmigen Blüten. Glänzende dunkle Blätter rücken die Blütenschalen zusätzlich ins rechte Licht. Charakteristisch für Helleboren ist auch, dass sie ihr hübsches Köpfchen meist nach unten senken.

Pflegeleicht

Im Allgemeinen sind alle Helleboren, ob Schnee- oder Lenzrose, Schatten- und Halbschattengewächse, die bis auf einige Ausnahmen keine große Pflege brauchen. Worauf die Stauden allerdings empfindlich reagieren, sind Wurzelverletzung und Staunässe. Helleboren lieben kräftigen, humusreichen und durchlässigen Boden und erfreuen am richtigen Standort dann mit einer Lebenszeit von bis zu 30 Jahren.

Helleboren können auch auf der Terrasse oder dem Balkon kultiviert werden und eignen sich auch als Schnittblumen für die Vase. Ob Schnee- oder Lenzrose – Helleboren sind für jeden Garten eine Bereicherung. Trotzdem sollte man aber wissen, dass die schönen Schwestern giftig sind. 

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