4 Morde in sieben Tagen

Horror-Serie

4 Morde in sieben Tagen

Wien. Der Horror begann am 8. Jänner. Erol D. tötete in Amstetten seine Frau (40) vor den Augen der Kinder mit 38 Messerstichen. Was folgen sollte, ist eine unfassbare Serie an Verbrechen, die in der zweiten Augusthälfte ihren bisherigen Höhepunkt fand: vier Morde in nur sieben Tagen. Alle für sich allein betrachtet auf­sehenerregend, jeder vollkommen sinnlos. Eine Hochschwangere wurde ertränkt, eine Pensionistin „aus Versehen“ auf offener Straße erstochen, der angesehene Chef eines Fanklubs von Aus­tria Wien erschlagen, ein Flüchtling vor einem Burgerlokal von einer einheimischen Meute getötet. Passiert in Kärnten, in Tirol, in Niederösterreich, in Wien. Kein Bundesland scheint mehr sicher vor der bestialischen Gewalt.
 
Es waren die Morde 32, 33, 34 und 35 in diesem Jahr. Doch hinter der Statistik verbergen sich unvorstellbare Schicksale. Und Hinterbliebene, die um die Opfer trauern. Einziger Trost: Die Gewaltverbrechen sind geklärt, die Mörder werden von der Justiz zur Rechenschaft gezogen. Erol D. steht als Erster kommenden Donnerstag vor Gericht.
 

Julia H. (31) freute sich so auf ihr viertes Kind

 
Wenige Tage vor der Geburt ihres Babys wurde eine vierfache Mutter ertränkt.
 
Schwangere in Badewanne ermordet Neu-Feffernitz Paternion © TZOE/Raunig; privat
 
Ktn. Sie hatte sich so auf ihr Töchterchen gefreut. In wenigen Tagen wäre Anna zur Welt gekommen. Doch das vierte Kind von Julia H. starb gemeinsam mit der Mutter. Beide wurden kurz vor der Entbindung in Feffernitz in der Badewanne ertränkt. Der vierfachen Mutter scheint das Verhältnis mit einem verheirateten Mann zum Verhängnis geworden zu sein.
 
Unter Verdacht steht ein hochangesehener Akademiker, Manager in einem internationalen Logistikunternehmen. Der 35-Jährige wurde als Bundesliga-Schiedsrichter bekannt. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Affäre mit Julia H. hat er ein­geräumt, das Verbrechen bestritten und einen anderen belastet. Er wird der Vater des toten Babys sein. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 

Austria-Ikone mit Hammer in ihrem Bett erschlagen

Fritz D. Mord Simmering © austria80.at
 
Wien. Bis nach Deutschland reicht die Trauer um den Erz-Aus­trianer Fritz D. Am Samstag gedachten die befreundeten Fans von Rot-Weiß Essen des Chefs des Wiener Fanklubs Austria 80. Der 57-Jährige, der seinen Verein europaweit begleitete und als Fotochronist der Veilchen berühmt war, wurde mit einem Schirmständer und einem Hammer erschlagen. Ein 17-
Jähriger, den das Opfer aus dem Internet kannte, hat gestanden.
 

Stallbursche verwechselte Opfer und stach einfach zu

Mord Gloggnitz Elfriede H. © privat; APA/GERHARD ZWINZ
 
Oma Killer Elfriede H. Mord Gloggnitz Ioan P. © privat
 
NÖ. In Gloggnitz wurde die Pensionistin Elfriede H. mittags auf offener Straße niedergestochen. Der mutmaßliche Mörder der 83-Jährigen: Ioan P., ein 38-jähriger Stallbursche aus Rumänien, der in einem örtlichen Reitgestüt gearbeitet hatte. Er flog raus, die Chefin schuldete ihm angeblich noch 70 Euro Lohn. Als er Elfriede H. sah, verwechselte er sie mit der Chefin und tötete sie. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 

Bande tötete Flüchtling vor Fast-Food-Restaurant

apa.jpg © APA/ZOOM.TIROL
 
Tirol. Wildwestszenen auf der Innsbrucker Straße in Wörgl. Mitten in der Nacht gerieten dort drei Flüchtlinge und eine zehn Mann starke Clique aneinander. Ein 20-jähriger Afghane wurde mit dem Messer attackiert, starb später. Sein 19-jähriger Freund erlitt Schnittverletzungen. Die Täter flüchteten in zwei Golfs mit Tiroler Kennzeichen. Inzwischen wurde ein 19-jähriger Innsbrucker als Verdächtiger festgenommen. Das Motiv ist unklar, die Komplizen sind weiter flüchtig.
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