Bei Coronavirus-Verdacht nicht direkt ins Spital

Ärztekammer warnt

Bei Coronavirus-Verdacht nicht direkt ins Spital

Wie Sie sich verhalten sollen, wenn Sie glauben, am Virus erkrankt zu sein.

Bereits vier bestätigte Coronavirus-Fälle gibt es in Österreich, neben dem Paar in Tirol wurde am Donnerstag auch der Fall eines schwer erkrankten 72-Jährigen in Wien und eines weiteren Mannes in der Bundeshauptstadt bekannt. Angesichts der Ausbreitung ist die Gesundheitshotline 1450 als erste Anlaufstelle besonders wichtig, betonte die Österreichische Ärztekammer in einer Aussendung.

   "Betroffene sollten bei Verdacht auf eine Infektion keinesfalls direkt in die Spitalsambulanz gehen, sondern zu Hause bleiben, 1450 wählen und das entsprechende Vorgehen abstimmen", sagte Harald Mayer, ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte. Denn nur dadurch können bei einer möglichen Infektion weitere Ansteckungen vermieden werden. "Die Ausbreitung zu verhindern und andere Patienten sowie das Personal im Spital zu schützen, hat höchste Priorität - allein, um die Gesundheitsversorgung aufrecht zu halten", sagte Mayer.

   Viele Beschwerden könnten bereits telefonisch geklärt werden. Dafür wurde auch die Coronavirus-Hotline der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 555 621 eingerichtet. "Statt die Bevölkerung mit verschiedenen Hotlines zu verwirren, wäre es viel sinnvoller, die Patienten zentral über 1450 zu betreuen und dafür, wenn nötig, auch entsprechende Ressourcen zur Verfügung zu stellen", forderte wiederum der ÖÄK-Vizepräsident Mayer. Nach Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium werden derzeit allgemeine Fragen zum Coronavirus von 1450 auch an die Infoline Coronavirus weitergeleitet.
 

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