Ein Blick auf alte Bauernregeln zeigt: „Früher Sommer, schlechte Ernte. Juniregen - reicher Segen.“ Was an diesen traditionellen Weisheiten über das Wetter und die Landwirtschaft dran ist
Die traditionellen Bauernregeln liefern meist klare Ansagen für das ganze Jahr. Wer auf die alten Weisheiten vertraut, blickt mit gemischten Gefühlen auf die aktuelle Wetterlage.
- Bauernregel: "Ist das Wetter an St. Urban ..."
- Alte Bauernregel: "Ist der Mai heiß und trocken..."
- Bauernregel: "Lacht zu Nepomuk die Sonne, ..."
Eine Regel besagt unmissverständlich: „Früher Sommer, schlechte Ernte.“ Wenn die heißen Tage zu zeitig im Jahr starten, drohen den Feldern laut dem traditionellen Wissen spürbare Einbußen. Für Österreichs Landwirtschaft wäre das ein harter Schlag, da ein verfrühtes Aufheizen der Natur den Wachstumszyklus der Pflanzen durcheinanderbringen kann.
Altes Wissen im Fokus
Doch das Regelwerk hält direkt einen Hoffnungsschimmer bereit. Die zweite überlieferte Weisheit lautet nämlich: „Juniregen - reicher Segen.“ Fällt in diesem entscheidenden Monat ausreichend Niederschlag, wendet sich das Blatt für die landwirtschaftlichen Betriebe zum Guten. Der Regen im Juni gilt seit Generationen als der entscheidende Retter für die Pflanzenwelt. Er gibt den Böden genau die Feuchtigkeit zurück, die nach einem zu zeitigen Sommerbeginn dringend gebraucht wird, um am Ende doch noch einen reichen Ertrag einzufahren.
Regen rettet die Felder
Die Kombination der beiden Aussagen zeigt, wie eng Sorge und Hoffnung in der Tradition beieinanderliegen. Während ein verfrühter Heißstart der Monate die Sorge vor mageren Erträgen schürt, bringt das Nass von oben die Wende.