Asylweber in Islam-Kindergärten einquartiert

Prozess: Abdullah P.

Asylweber in Islam-Kindergärten einquartiert

Und er steht im Verdacht, Millionen an Fördergeldern einkassiert zu haben.

Noch ermittelt die Staatsanwaltschaft aufgrund des mutmaßlichen Förderbetrugs bei den Islam-Kindergärten gegen Abdullah P. (es gilt die Unschuldsvermutung). Er soll mit seinem Netzwerk insgesamt an die fünf Millionen Euro ergaunert haben.

Die Anklage lautet auf gewerbsmäßigen Betrug

Wegen dieser Vorwürfe stand Abdullah P., der sich derzeit in U-Haft befindet, Dienstag aber nicht vor dem Wiener Landesgericht. Diesmal geht es um Kindergarten-Räumlichkeiten, die er zweckwidrig an Asylwerber vermietet haben soll. Es wird ihm gewerbsmäßiger schwerer Betrug vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Mieten kassiert. Konkret geht es um zehn Wohnungen in verschiedenen Bezirken, darunter im Gasometer. Die hatte Abdullah P. zusammen mit seiner Frau für die Islam-Kindergärten angemietet. Von den dort jedoch untergebrachten Asylwerbern soll er bis zu 300 Euro pro Monat und Person kassiert haben. Beim Hauptquartier in der Brigittenau sollen es in eineinhalb Jahren rund 1,7 Millionen Euro gewesen sein. Den Eigentümern soll Abdullah P. die Miete laut Anklage jedoch schuldig geblieben sein. Offenbar waren bei Abdullah P. die Barreserven knapp. So soll er in zwei Jahren nicht weniger als 54 Exekutionsvormerkungen angesammelt haben. Der Prozess wird heute fortgesetzt.

So zog Abdullah P. sein Islam-Netzwerk auf

Nach der Gründung eines islamischen Bildungszentrums in der Romanogasse zog er Vereine auf, die sich alle als Betreiber von Kindergärten bzw. Bildungseinrichtungen auswiesen. An der Spitze der Vereine sollen jedoch Strohmänner gestanden sein, die Subventionsansuchen an die MA 10 richteten und auch bewilligt bekamen.



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