Aufmarsch gegen den FPÖ-Ball

Freitag ist Demo-Tag

Aufmarsch gegen den FPÖ-Ball

Freitag Abend ist die Hofburg wieder Schauplatz des rechten Akademikerballs.

„Flüchtlinge bleiben – Burschis vertreiben“, mit diesem Slogan wird am Freitag bei dem Marsch der Offensive gegen rechts protestiert. Dabei geht es gegen den Akademikerball der FPÖ in der Hofburg. Die Nachfolgeveranstaltung des Burschenschafterballs ist seit Jahren Ziel von Gegenkundgebungen. Heuer gibt es gleich zwei Märsche und eine Gegenkundgebung. Schon um 15.30 Uhr wandert die Sozialistische Jugend vom 20. Bezirk in Richtung Innenstadt. Um 17 Uhr startet dann die Offensive gegen rechts, durchwandert den ersten Bezirk und umgeht dann weiträumig die Sperrzone der Polizei. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Um 19 Uhr wird dann am Heldenplatz eine Gegenveranstaltung mit Holocaust-Überlebenden und Musik stattfinden.

Sperrzone und Überwachung
Der Ball der FPÖ sorgt damit wieder für Nervosität bei der Polizei. Nach größeren Ausschreitungen 2014 und großteils ruhigen Gegendemonstrationen 2015 wurde heuer die Sperrzone nochmals ausgeweitet. Sie erstreckt sich vom halben Heldenplatz entlang des Rings über die Oper bis hin zum Stadtpark. Nach massiven Vorwürfen von überschießender Gewalt von Polizisten gegen Demonstranten werden heuer 29 Kamerateams der Exekutive den Einsatz filmen. Insgesamt sind 2.800 Polizisten im Einsatz.

Rechte Gäste
Die Gäste­liste des Akademikerballs wird geheim gehalten. Laut dem grünen Justizsprecher Albert Steinhauser sollen aber Vertreter der rechts­extremen Jobbik aus Ungarn und die rechtspopulistische AfD-Politikerin Tatjana Festerling aus Deutschland kommen. (pli)

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