Austro-Gotteskrieger auf Facebook

Islamisten in Wien

Austro-Gotteskrieger auf Facebook

Im Internet werben Austro-Dschihadisten ganz offen für den „Heiligen Krieg“ im Irak.

 „Jeder, der den Islam nicht annimmt, wird in der Hölle brennen“, schreibt der Wiener Asadullah S. auf Face­book. Auf Fotos posiert er mit der Fahne der IS-Terroristen. „O islamischer Staat … mit Allahs Hilfe die ganze Welt!!!“, jubelt er. 130 Aus­tro-Dschihadisten kämpfen schon im Irak und in Syrien. 1.000 Sympathisanten haben sie in Österreich. Im Wochentakt tauchen neue junge Männer auf, die für Terror-Gruppen in den Krieg ziehen wollen.

Erst in der Vorwoche wurden zwei Terrortrupps an der Grenze gestoppt. Neun Gotteskrieger sitzen in U-Haft. Die Radikalisierung via Twitter und Facebook geht aber weiter: „Das Netz ist ­inzwischen ein wichtiger Rekrutierungskanal für Dschihadisten“, sagt Konrad Kogler, Generaldirektor für öffentliche Sicherheit.

Die Facebook-Dschihadisten agieren im fast rechtsfreien Raum: „Die Symbole allein sind nicht strafbar“, sagt Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck. „Rechtlich relevant ist aber alles, was als Unterstützung für eine terroristische Vereinigung gelten kann.“ Dazu gehöre immer die Anweisung zu konkreten Taten – zum Beispiel die Anwerbung für eine Terror-Reise nach Syrien. Oder Aufruf zum Terror via Netz. Eine Handhabe gegen Server außerhalb der EU gibt es derzeit noch nicht.



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