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Flüchtling drohte zu ertrinken

Badegäste sahen bei Todeskampf einfach zu

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Laut einer Augenzeugin wollte niemand helfen. Der Bademeister hatte anderen Einsatz.

Dramatische Szenen spielten sich Sonntag vor einer Woche im Akademiebad in Wiener Neustadt ab. Ein junger Badegast drohte vor den Augen mehrerer Schaulustiger zu ertrinken.

Zeugin Claudia E. ist noch immer fassungslos. Die Wiener Neustädterin – selbst Gast im Freibad – zog gerade im Sportbecken ihre Längen, als sich die Ereignisse plötzlich überschlugen. Die Schwimmerin sah, dass sich ein junger Mann nicht mehr über Wasser halten konnte und unterzugehen drohte.

„Ich war drei Meter vom Rand entfernt und schrie um Hilfe, da ich den Bademeister nirgends sah. Ich gestikulierte, aber die Leute schauten nur zu, wie der Mann um sein Leben kämpfte“, so die Zeugin.

Bademeister schlichtete gerade eine Rauferei

Ein anderer Gast sprang ins Wasser und rettete den Asylwerber. Als die Frau die „Gaffer“ anschrie, kam der Bademeister und sagte, sie solle die Gäste nicht beschimpfen. Laut Geschäftsführung des Bades soll der Mann zuvor ins Wasser gestoßen worden sein. Die Abwesenheit des Bademeisters wurde mit einem zeitgleichen anderen Einsatz gerechtfertigt. Laut ­Polizei gab es beim Eingang gerade eine Rauferei.

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