"Earth Hour": Licht aus auch in Österreich

Klimaschutz-Aktion

"Earth Hour": Licht aus auch in Österreich

Bedeutende Wahrzeichen blieben von 20.30 bis 21.30 Uhr im Dunkeln.

Licht aus für den Klimaschutz: Weltweit haben am Samstag Millionen Menschen mit 60 Minuten Dunkelheit wieder ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Neuseeland und Australien gehörten zu den ersten Stationen der Aktion: Das weltberühmte Opernhaus in Sydney lag ab Punkt 20.30 Uhr Ortszeit im Dunkeln - da war es in Europa halb elf früh. Zehn Stunden später ging auch in vielen europäischen Städten das Licht aus, auch in Österreich: So blieben laut WWF die bedeutendsten Wahrzeichen in den neun österreichischen Bundesländern von 20.30 bis 21.30 Uhr im Dunkeln.

Licht aus
Die "Earth Hour" wird auch von Bundespräsident Heinz Fischer begrüßt, um "die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes auf die drastischen Folgen des Klimawandels hinzuweisen". In Wien wurde das Licht unter anderem bei den Schlössern Schönbrunn und Belvedere, dem Rathaus und dem Arsenalturm ausgeschaltet. Auch der Grazer Uhrturm, das Innsbrucker Goldene Dachl, die Salzburger Festung Hohen Salzburg, der Klagenfurter Lindwurm und das Linzer Ars Electronica Center blieben dunkel. Keine Beleuchtung gab es eine Stunde lang auch für den Bregenzer Martinsturm, das St. Pöltener Rathaus und das Schloss Esterhazy  in Eisenstadt, hieß es vom WWF.

Die Veranstalter der weltweiten "Earth Hour"-Aktion hofften, dass viele Millionen Menschen rund um den Erdball mitmachten, um so ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Die Umweltstiftung WWF will mit solchen Massendemonstrationen Druck auf Regierungen ausüben, konkrete Schritte zum Schutz des Weltklimas voranzutreiben.

Tausende Städte, Organisationen und Bürgerinitiativen aus mehr als 130 Ländern machten nach Angaben der Organisatoren dieses Jahr mit. Rund um den Globus, jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit, wollten sie bei der "Stunde für den Planeten Erde" das Licht ausschalten.

Schweigeminute in Berlin
Mit Blick auf die atomare Katastrophe in Japan komme der Aktion ganz besondere Bedeutung zu, hieß es von den Organisatoren. Die zentrale deutsche Veranstaltung vor dem verdunkelten Brandenburger Tor in Berlin begann daher mit einer Schweigeminute. "Viele der bekanntesten Bauwerke der Welt werden im Dunkeln liegen", erklärten die Organisatoren - darunter die Akropolis in Athen, der Eiffelturm in Paris, die Christus-Statue in Rio de Janeiro und der Times Square in New York.

Die Aktion, die 2007 in Sydney begann, soll Menschen weltweit zu mehr Klimaschutz anregen. "Nutzt die 60 Minuten Dunkelheit, um die Welt zu erleuchten", schrieb UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in einer Grußbotschaft.  "Der Umstieg auf Ökostrom ist eine der effizientesten Maßnahmen, die jeder zum Schutz des Klimas ergreifen kann", sagte WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes.

Die "Earth Hour" hat sich in wenigen Jahren zu einem Erfolg entwickelt, doch es gibt auch kritische Stimmen. "Das Klima lässt sich nicht mit dem Lichtschalter retten", meint etwa die Tierschutzorganisation PETA. Wer das Klima retten wolle, solle auf Fleisch verzichten. Überall würden Wälder abgeholzt, um Weideflächen anzulegen und Futtermittel zu pflanzen. So stecke in einem Kilogramm Rindfleisch so viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) wie im 20-tägigen Betrieb einer 100-Watt-Glühbirne.
 

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