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Mindestens 1 Toter

Graz: Zug kollidiert mit Linienbus

Es soll mindestens einen Toten und 11 Verletzte geben.

Eine Kollision zwischen einer S-Bahn der GKB und einem Linienbus der Graz Linien hat am Dienstag in der Früh ein Todesopfer und neun Verletzte gefordert, wie Polizei und Rotes Kreuz mitteilten. Erst war von elf Verletzten die Rede gewesen. Das Unglück geschah gegen 8.00 Uhr auf einem unbeschrankten Bahnübergang im Stadtbezirk Wetzelsdorf.
 
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Sieben Menschen wurden schwer verletzt, zwei Personen leicht. Ob es sich dabei um Zug- oder Businsassen handelte, konnten die Einsatzkräfte zunächst nicht sagen. Zwei Rettungshubschrauber, 15 Ambulanzen, zwei Notarztwagen und zwei sogenannte Rote Kreuz-Jumbos - größere Fahrzeuge - standen im Einsatz, sagte ein Rotkreuz-Sprecher zur APA. Der Gelenkbus der Linie 33 war bei der Kollision offenbar zur Seite gedrückt worden und auf einem Grundstück an der Bahnkreuzung Grottenhofstraße und Heubergergasse zum Stehen gekommen, auf dem Baumaterial gelagert wird.
 

Karte: Hier kam es zum Unglück

Unglücksursache noch unklar

Zur Unglücksursache wurden vorerst keine Angaben gemacht. Wegen des Zusammenziehens der Rettungskräfte - rund 65 Sanitäter und Ärzte waren im Einsatz - kam es zu Verzögerungen bei anderen Krankentransporten im Raum Graz, wie ein Sprecher des Roten Kreuzes mitteilte. Die Grottenhofstraße war am Vormittag gesperrt, ebenso wie die eingleisige GKB-Strecke in die Weststeiermark. Die Buslinie 33 wurde umgeleitet.

Passagiere verließen Unfallstelle

Offenbar unverletzt gebliebene Businsassen haben am Dienstag nach dem Zugsunglück in Graz laut Polizei die Unfallstelle verlassen, ehe die Einsatzkräfte eintrafen. Sie werden nun ersucht, sich bei der Verkehrsinspektion oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden. Es sei bisher unklar, wie viele Fahrgäste im Bus der Linie 33 mitgefahren sind, sagte Polizeisprecher Leo Josefus.
 
Gegen Mittag wurde die Unfallstelle immer noch vermessen und Fotos von den Ermittlern gemacht. Laut Josefus haben die Beamten mit der Befragung von Zeugen begonnen. Die Bahnstrecke blieb vorerst gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Umleitungen gab es auch für den Verkehr in der Grottenhofstraße. Für die Bergung des Zuges sowie des Busses wird schweres Gerät benötigt. Unklar ist noch, wie man vor allem zum Zug vorrücken kann, da die Gleise an der Unfallstelle nahe an Häusern und Infrastruktur liegen.
 

Buslenkerin noch an Unfallstelle gestorben

Die 34-jährige Buslenkerin - eine Grazerin - ist laut Polizei noch an der Unfallstelle verstorben. Das Rote Kreuz korrigierte indessen am frühen Nachmittag seine Zahlen: Insgesamt hat der Rettungsdienst elf Patienten versorgt, wobei das Todesopfer eingerechnet ist. Drei Patienten wurden in das LKH Graz, vier in das UKH Graz und drei ins Krankenhaus nach Wagna gefahren oder mit zwei ÖAMTC-Hubschraubern geflogen. Unter den zehn Patienten sind zumindest sieben, die schwere Verletzungen erlitten haben.
 
Bei der Hotline des Roten Kreuzes haben sich bis Mittag bereits einige Anrufer gemeldet, sagte Sprecher Lukas Kundigraber. Die Leitungen sind mit drei geschulten Mitarbeitern besetzt, die mit Betroffenen Gespräche führen können, um das Erlebte aufzuarbeiten.
 

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