Grenze: Wut über den Stau

Chronik

Grenze: Wut über den Stau

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An der italienischen Grenze verursachten 
die Passkontrollen eine beachtlichen Stau.

Was sich am Sonntag am Grenzposten Arnoldstein abspielte, erinnerte an frühere Italienreisen. Für Urlauber, die das Feiertags-Wochenende in Bella Italia verbrachten, hieß es: „Bitte den Reisepass vorzeigen!“ Gleich eine Stunde kostete den Autofahrern auf der Südautobahn der Grenzübertritt.

Grund für den Stau: Bis Donnerstag werden Österreichs Grenzen wieder so kontrolliert wie vor Schengen. Anlass ist das World Economic Forum (WEF) ab Mittwoch in der Hofburg.

Hier treffen sich 500 Granden aus der Wirtschaft und Politik. Die Angst der Polizei vor Krawallen beim Gipfel ist groß. Aus Sicherheitsgründen beschloss Innenministerin Johanna Mikl-Leitner für fünf Tage die Grenzen dicht zu machen.

Nur eine Kontrollspur.
Sehr zum Leidwesen der Kurzurlauber: Auf der italienischen Seite reichte der Stau zeitweise bis nach Pontebba zurück. Was die Situation noch zusätzlich verschärfte: Weil es keine Kontrollstellen auf der Autobahn mehr gibt, musste der starke Rückreiseverkehr für die Kontrollen auf eine Fahrspur zusammengeführt werden. Damit war das Chaos perfekt und die Stimmung in Arnoldstein unter den Autofahrern am Kochen.

Bundesstraße schneller.
Am Nachmittag reagierte die Polizei endlich und öffnete noch eine zweite Kontrollspur. Clevere Autofahrer versuchten es über die Bundesstraße. Obwohl das ein beträchtlicher Umweg ist, kamen sie schneller voran.

Auch an anderen Grenzen nach Österreich wurde gestern kontrolliert. Es kam fast überall zu Wartezeiten.

Staus gab es auch noch auf der Tauernautobahn – zu Spitzenzeiten war die Schlange vier Kilometer lang – hauptsächlich durch Golf-Fahrer, die vom GTI-Treffen auf dem Heimweg waren.

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