Salzburg - Wien

Haselsteiner startet mit der Westbahn

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Ab Dezember stündlich ein Zug. Erste Klasse zum halben Preis

Lange musste man warten, aber gegen Ende des Jahres ist es so weit: auf der Zugstrecke Salzburg–Wien nimmt erstmals ein privater Anbieter seinen Betrieb auf. Der Bauunternehmer Hans-Peter Haselsteiner und der ehemalige ÖBB-Vorstand Stefan Wehninger starten am 11. Dezember mit der Westbahn. Ab dann soll stündlich ein modern ausgestatteter Zug zwischen den Hauptbahnhöfen in Salzburg und Wien verkehren.

Konkurrenz
Möglich wird die neue Konkurrenz für die ÖBB durch die Liberalisierung des Schienenverkehrsmarktes, die durch die EU vorangetrieben wurde. Dadurch wird die Infrastruktur vom operativen Zugbetrieb getrennt und auch für private Anbieter geöffnet.

Umstieg
Geht es nach dem Sprecher der Westbahn, Manfred Mader, so gibt es für ÖBB-Kunden viele Gründe umzusteigen. „Bei uns wird in jedem Waggon ein Zugbegleiter anwesend sein, der sich um die Fahrgäste kümmert“, verrät Mader im Gespräch mit ÖSTERREICH: „Er verkauft Tickets – natürlich ohne Aufschläge – im Zug, serviert Snacks und Getränke und steht den Menschen jederzeit zur Verfügung.“

Halber Preis
Außerdem werden die Doppelstock-Züge, die gerade in der Schweiz gebaut werden, mit Gratis-WLAN ausgestattet und nur über Plätze erster Klasse verfügen. Der Preis, so verspricht Mader, wird um die Hälfte günstiger sein als bei den ÖBB. Interessant ist auch, dass, neben den gewöhnlichen Tickets, eine sogenannte Kilometerbank angeboten wird. Dabei wird eine bestimmte Zug-Kilometerlänge erworben und dann verfahren. Die Karte kann auch an Dritte weitergegeben werden. Halten werden die Züge an allen wichtigen Bahnhöfen der Weststrecke.

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