Rattengift

Hipp-Erpressung: Dieses Detail stellt Ermittler vor Rätsel

Das Austrittsgespräch des Verdächtigen fand am selben Tag statt, an dem auch das Erpresser-Mail einging. Ein Detail stellt die Ermittler vor ein Rätsel. 

Am Samstag wurde ein gebürtiger Slowake (39) nach dem Einkauf im Supermarkt in Salzburg am Parkplatz verhaftet. Er soll den deutschen Babykosthersteller Hipp erpresst haben. Der 39-Jährige - er sitzt mittlerweile in U-Haft - bestreitet die Vorwürfe. 

Anwalt Manfred Arbacher-Stöger erklärte: Sein Mandant war ein ehemaliger Mitarbeiter des Babykostherstellers, sei aber einvernehmlich gekündigt worden. Für den 39-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.  

Hinweise auf Betrug am Firmenlaptop

Nun zitiert das Nachrichtenmagazin "profil" aus dem Ermittlungsakt. Demnach erfolgte die - letztlich einvernehmliche - Kündigung aufgrund mehrerer Verfehlungen, die dem 39-Jährigen vom Unternehmen vorgeworfen wurden. Auf seinem Firmenlaptop sollen Hinweise auf Betrugs- bzw. Steuerdelikte gefunden worden sein, berichtet "profil".

Sein Austrittsgespräch hatte der Verdächtige offenbar genau an jenem Tag, an dem das Erpresserschreiben bei Hipp einging. In diesem werden zwei Millionen Euro an Kryptowährungen gefordert, ansonsten würden weitere manipulierte Gläser platziert - diesmal ohne Sticker am Boden zur Markierung. Die platzierten Gläser waren jeweils markiert. 

Den Termin für das Austrittsgespräch am 27. März soll der 39-Jährige von 11 auf 13 Uhr verschoben haben. Zur Verwunderung seiner Kollegen soll er dabei mit einem Lächeln auf den Lippen und gut gelaunt gekommen sein. Das Erpresser-Mail ging übrigens am 27. März um 11.55 Uhr ein. 

Detail stellt Ermittler vor Rätsel

Außerdem: Eine Analyse vom betroffenen Brei ergab, dass neben dem Rattengift auch ein Bitterstoff enthalten war. Dieser stellt die Ermittler jedenfalls vor ein Rätsel. Sollte der Bitterstoff dafür sorgen, dass die Babys den Brei ausspucken? Die im Brei enthaltene Menge Rattengift hat die absolute Grenzmenge aber jedenfalls um das Vierfache überschritten. 

Der 39-Jährige war am Standort in Gmunden (OÖ) im Managementbereich angestellt. Er soll in der Arbeit speziell nach der Covid-Pandemie immer wieder für Ärger gesorgt haben.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten