Hitler-Haus vor Abriss

Gegeninitiative

Hitler-Haus vor Abriss

Als Zeichen gegen Neonazi-Szene.

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) sieht den Abriss als Zeichen gegen die internationale Neonazi-Szene: „Mein Vorschlag liegt klar auf der Hand. Abriss und ein neues Statement. Was immer man dort bauen möchte. Eine Erinnerungsstätte mit Sicherheit nicht.“

Wie berichtet wird das Parlament im Oktober eine Enteignung des Grundstücks beschließen. Damit wird der Weg frei für die konkrete Nutzungsdebatte.

Sobotka: „Ein Abriss wäre mit Blick auf die Neonazis wichtig. Nicht so sehr wegen der österreichischen Szene, sondern wegen der internationalen.“ Die kämen nämlich immer wieder und ließen sich dort fotografieren. Der Ort sei unter den Nazis immer noch ein Symbol.

Widerstand. Die Initiative für Denkmalschutz schlägt indes Alarm, ist doch auch in der Regierungsvorlage für die Enteignung die „vollständige Beseitigung“ inkludiert. Markus Landerer von der Initiative: „Wir fordern ein würdiges Gedenken an die NS-Schreckensherrschaft und die Erhaltung des Altstadthauses.“

Eine Phalanx aus Braunauer Honoratioren und Aktivisten spricht sich zunehmend für den Erhalt aus. 3.000 Unterstützer hat die Idee bereits, unter ihnen auch Kabarettist Josef Hader.



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