"Home Invasion" - Einbrecher immer brutaler

Polizei warnt vor gnadenlosen Tätern

"Home Invasion" - Einbrecher immer brutaler

Urlaubszeit: Tausende Häuser stehen im Sommer leer. Hochsaison für Einbrecher-Banden.

Sie kommen am helllichten Tag, fesseln und knebeln ihre Opfer und schlagen immer öfter brutal zu. Auch wenn die Zahl der Wohnungs- und Hauseinbrüche im vergangenen Jahr laut Kriminalstatistik österreichweit leicht zurückgegangen ist (minus 9,3 %), zählte die Polizei 2015 noch immer 15.516 Delikte und damit 1,7 Einbrüche pro Stunde. Während es in Wien ein Minus von 20 % bei den Einbrüchen gab, stiegen die Fälle beispielsweise in Salzburg (+35,5 %), Niederösterreich (+35,5 %) und Oberösterreich (+25 %) sehr deutlich.

Opfer werden gefesselt, geschlagen, malträtiert

Und: Bei ihren Raubzügen werden die Täter immer brutaler. Das jüngste Phänomen: „Home Invasion“. „Hierbei handelt es sich um Einbrüche, bei denen die Täter die Konfrontation mit den Bewohnern nicht scheuen, sie teilweise malträtieren“, erklärt Ernst Geiger vom Bundeskriminalamt. Die Mehrheit der „Home Invasion“-Täter kommt aus Rumänien und Serbien.

Letzter Fall: Der Einbruch in die Villa von Banker Bernhard Ramsauer im Wiener Nobelbezirk Döbling. Ram­sauer und seine Frau waren hier letzte Woche überfallen, gefesselt und mit Pistolen bedroht worden.

Österreicher investieren immer mehr in Sicherheit

Gerade jetzt in den Sommermonaten, in denen viele Österreicher auf Urlaub sind, herrscht Hochsaison für Einbrecher. Das Bundeskriminalamt rät daher:

  • In Sicherheit investieren: Nur hochwertige Schlösser bieten Schutz. Allein im Vorjahr wurden bei uns 130 Mio. Euro für Sicherheitstüren ausgegeben – so viel wie nie zuvor.
  • Zeitschaltuhren für Lichter: Am Abend erwecken sie den Eindruck, dass jemand zu Hause ist.
  • Briefkasten leeren: Ein voller Briefkasten deutet auf Abwesenheit der Bewohner hin. Bitten Sie Bekannte um regelmäßiges Leeren.
  • Schließfächer: Sind Sie länger unterwegs, sollten Sie über die Anmietung eines Schließfaches nachdenken.


D. Müllejans

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