Nervige Blutsauger

Immer früher: Die Gelsen-Plage ist wieder da

Im Sommer treiben Gelsen unzählige Menschen in den Wahnsinn. Noch schlimmer: Die blutsaugenden Insekten finden immer früher ihren Weg in Wohnungen, auf Balkonen und in Gärten.

Ihr Surren nervt unzählige Menschen und treibt sie in den Wahnsinn: die Gelsen. Die Blutsauger tauchten meistens erst ab Mai auf. Doch in den vergangenen Jahren breiten sich die Gelsen immer früher aus. Laut Experten gibt es dafür vor allem einen entscheidenden Grund.

Sie erklären, dass durch die milden Winter einige Arten als Ei, Larve, sogar als ausgewachsenes Tier überleben können. Wie die "Bild" Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) zitiert, haben viele Gelsen ein "eingebautes Frostschutzmittel". Damit können sie Minustemperaturen gut überstehen.

Warmer Frühlingsbeginn hilft bei der Verbreitung

Für die Insekten wird der häufige Wechsel zwischen kalten und milden Temperaturen ein Problem. Die Gelsen verlieren viel Energie und verhungern.

Gelse Gelsen
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Nicht nur der milde Winter hilft den Gelsen, sondern auch die höheren Temperaturen im Frühling. Temperaturen ab etwa 15 Grad Celsius lassen die Blutsauger aktiv werden. Nach einigen milden Frühlingstagen und genügend Feuchtigkeit fliegen zahlreiche Gelsen herum. Mückenjäger aus ganz Deutschland haben im deutschen Mückenatlas schon jetzt Sichtungen und Fänge gemeldet, so die "Bild".

Gelsen lieben warmes und feuchtes Wetter

Ob wir im Sommer eine Gelsenplage erleben werden, hängt von den nächsten Wochen ab. Wenn das Wetter warm und feucht wird, ist dies für die Blutsauger ideal. In ihrem sechswöchigen Leben kann ein einziges Weibchen zwischen 1500 und 2000 Eier legen. Bei kühlem und trockenem Wetter leiden die Gelsen.

Gelse Gelsen
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Doch wie kann man Gelsen bei sich zu Hause vermeiden? Überall, worin sich Flüssigkeit bilden kann, also Eimer, Schüsseln oder Schubkarren, sollen umgedreht werden. Regentonnen sollen unbedingt abgedeckt werden. Gelsen lieben es, dort ihre Eier abzulegen.

Wenn man gestochen wird, soll man die Stelle kühlen. Damit wird die Schwellung nicht größer. Auch einige Tropfen Spucke helfen. Einige benutzen die Hitze eines elektrischen Stichheilers. Die Proteine im Gift werden bei mehr als 50 Grad Celsius zerstört. Salben können ebenfalls helfen. Dabei ist es wichtig zu achten, dass Wirkstoffe wie Antihistaminika oder Hydrocortison enthalten sind.

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