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Chronik

Jede Wiener Schule bekommt Polizist

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An Österreichs Schulen wird jedes zehnte Kind körperlich attackiert. Jeder vierte Schüler wird verspottet oder ausgegrenzt. Jetzt kriegt jede Schule einen Polizisten.

Nach dem Amoklauf in einer deutschen Studie veröffentlichte die psychologische Fakultät der Uni Wien eine Studie, die bei Lehrern und Eltern für Aufregung sorgt: Demnach wird in Österreich jedes vierte Kind ausgegrenzt, jeder zehnte Schüler ist Opfer körperlicher Attacken. Jetzt bekommt jede Wiener Schule zum Schutz gegen Gewalt einen eigenen Polizisten zugeteilt.

"Schutzgeld für meinen Sohn"
Eine Mutter aus Hietzing erzählt oe24.at:"Mein Sohn Robert (Name von der Red. geändert) kommt regelmäßig weinend nach Hause, weil seine Mitschüler ihn stoßen." Robert ist schmächtig und anderen Kindern im gleichen Alter körperlich unterlegen. Daher gilt in der Schule der Slogan: "Robert zu schlagen ist lustig, weil er sich nie wehrt". Der 11-jährige Bub, der eine Privatschule im 23. Bezirk besucht, erzählte, zwei Mitschüler verlangten Schutzgeld von ihm: "Entweder du bringst uns morgen 20 Euro, oder wir kommen mit Schlagringen." Ein Mitschüler soll einem anderen gesagt haben: "Räum mir den Robert aus dem Weg."

Jede Schule ein Polizist
Mit den Gewalt-Taten an Wiens Schulen soll jetzt Schluss sein: In Wien bekommt nun jede Schule einen eigenen Schutzbeamten. Österreichweit sollen 270 Polizisten kritische Videos zeigen und Handlungsalternativen besprechen. Psychologen empfehlen Schul-Programme, bei denen Lehrer und Schüler trainiert werden sollen, dass Gewalt nicht toleriert wid.

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