Mutter vor Kinder- Garten erstochen

Klagenfurt

Mutter vor Kinder- Garten erstochen

Gatte lauerte seiner Frau auf - Nach Mord von Zeugen gefasst. 

Dieses Verbrechen macht selbst die Mordermittler sprachlos. Nur ein Detail war den Beamten wichtig: „Von den Kindern drinnen hat keines die Geschehnisse mitbekommen“, sagt der Leiter des Landeskriminalamtes, Gottlieb Türk.

11-jährige Tochter wartete vergebens auf die Mama
Draußen vor dem Kindergarten im Stadtteil Welzen­egg gab es jedoch mehrere Zeugen – und zwei von ihnen griffen schließlich auch beherzt ein, wobei sie der Frau leider nicht mehr helfen konnten. Einer der couragierten Passanten, die den Messerstecher niederrangen, lief im Schock weg – und wurde später von der Polizei aufgegriffen. Mit Tränen in den Augen schilderte er, was davor passiert war:

Um 12 Uhr mittags war eine Mutter aus der näheren Umgebung zum Kindergarten in der Rilkegasse gekommen, um ihren vierjährigen Sohn abzuholen. Die 43-Jährige hat auch noch eine Tochter (11), die derweil zu Hause auf die Mama wartete.

Opfer wollte sich von Mann trennen
Wie die Kripo bestätigt, soll es zwischen der Kärntnerin und ihrem Mann in jüngster Zeit schwer gekriselt haben, die Trennung stand im Raum, das Opfer könnte mit einem zermürbenden Obsorgestreit gedroht haben – und dass der Vater (ebenfalls 43) seine Kinder nicht mehr sehen dürfte.

Als die Frau den Kindergarten betreten wollte, stürzte sich der Gatte auf sie und stach mehrmals mit einem Messer auf sie ein. Die Frau brach tödlich verletzt zusammen. Der Haupteingang wurde von der Polizei gesperrt, die Kinder und ihre Eltern wurden über einen Seitenausgang aus dem Gebäude geschleust. Was mit dem Sohn und der Tochter des Mordopfers passiert, ist noch unklar.

Gerichtspsychiater Reinhard Haller:
ÖSTERREICH:
Warum passieren so oft Beziehungsdelikte?
Reinhard Haller:
Männer halten es nicht aus, wenn ihnen die Liebe entzogen wird. Oft geht der Tat ein langer Streit voraus, der dann in einer „todsicheren Lösung“, in einem „letzten Sieg“ endet.

ÖSTERREICH: Der Täter stach vor dem Kindergarten auf die Frau ein. Was hat das zu bedeuten?'
Haller:
Einerseits deutet das auf eine normale kriminologische Vorbereitung hin, andererseits hat dieser Ort einen hohen Symbolgehalt. Der Täter will sagen: „Wenn ich schon nicht das Kind habe, soll es auch niemand anderer haben.“

ÖSTERREICH: Er verwendete ein Messer. Weshalb?
Haller:
Messer sind leicht verfügbar, das deutet eher auf einen kurzen Entschluss hin. Diese Messerattacke zeigt, dass der Täter extrem brutal ist, weil er aus der Nähe tötete.

 

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