Jessenitschnig (r.) mit den ermittelnden Beamten und einem Teil der Beute.

Klagenfurt

Nach 154 Straftaten geschnappt

13-köpfige Bande aus Kärnten - 180.000 € Schaden angerichtet.

Zwölf Männer, eine Frau und 154 bisher nachgewiesene Straftaten – ein Coup gelang nun der Kärntner Polizei: Sie konnte eine 13-köpfige Einbrecherbande dingfest machen. Der Schaden, den die St. Veiter im Alter von 18 bis 34 Jahren anrichteten, beträgt 180.000 Euro.

Die Liste der von den durchwegs arbeitslosen Tätern begangenen Straftaten umfasst Einbruchsdiebstahl, gewerbsmäßigen Diebstahl, bewaffneten Diebstahl, unbefugten Gebrauch von Fahrzeugen, Sachbeschädigung sowie Hehlerei. Die Serie begann im Februar 2010, seither war die Bande in unterschiedlichen Gruppierungen aktiv, allein in St. Veit begingen sie 76 Straftaten.

In Deutschland erwischt
Dort hatte die Polizei schon länger ein Auge auf einige Mitglieder geworfen. „Die Zahl der Einbrüche ist relativ abrupt nach oben gegangen und wir hatten recht bald einen sehr konkreten Verdacht“, erklärte Bezirkspolizeikommandant Horst Jessenitschnig. Die Verdächtigen wurden observiert. Festgesetzt wurden zwei der Haupttäter dann im Jänner in Deutschland. „Die beiden sind mit einem gestohlenen Auto nach Deutschland gefahren, wo sie auf einem Parkplatz übernachteten.“ Als deutsche Polizisten die Männer kontrollierten, fanden sie im Auto Diebesgut. „Wir haben dann eng und erfolgreich kooperiert“, so Jessenitschnig. Schließlich wurde dann der dritte Haupttäter in Kärnten verhaftet.

Zerstörungswut
Als Motiv für ihre Taten nannten sie chronischen Geldmangel, Langeweile, aber auch Lust an Zerstörung. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, die Polizei vermutet, dass die Bande noch für eine ganze Reihe weiterer Straftaten verantwortlich ist.



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