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Libanon-Einsatz

UNO-Soldat: 880.000 Euro abgezweigt

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Als Zahlmeister soll ein Unteroffizier beim Blauhelmeinsatz Geld veruntreut haben.

Schwere Vorwürfe ­gegen einen Vizeleutnant des Bundesheeres: Der 60-
 jährige lang gediente Soldat soll während seines Blauhelmeinsatzes im Libanon 880.000 Euro veruntreut ­haben. Er ist teilgeständig, die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen nun abgeschlossen.

Der Unteroffizier war als Zahlmeister eingesetzt, hatte so Zugang zu den Geldern der eingesetzten Truppen. Innerhalb eines Jahres soll er die gewaltige Summe aus den Tresoren vor Ort abgezweigt haben.

Jedoch nicht für sich. Angeblich ging fast der gesamte Betrag an die Freundin des Vizeleutnants. Es handelt sich um eine Rumänin, gegen die bereits in einer anderen Sache ermittelt wird und gegen die ein Europäischer Haftbefehl vorliegt. Aus Rumänien ausgeliefert werden kann sie derzeit nicht, weil sie gerade ein Kind entbunden hat.

Bekannt geworden ist der Fall des Vizeleutnants im April anlässlich eines Truppenbesuchs von Verteidigungsminister Mario Kunasek im Camp Naqoura.

Der Soldat wurde seiner Funktion enthoben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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