Notfallplan nötig

Wegen Kältenächten: Klagenfurter Notschlafstelle voll ausgelastet

Notfallplan mit zusätzlichen Betten wurde präsentiert. 

Klagenfurt. Die anhaltende Kältewelle mit zweistelligen Minusgraden hat dazu geführt, dass die Klagenfurter Notschlafstelle der Caritas derzeit vollständig ausgelastet ist. Nun wurde ein Notfallplan entwickelt, teilten die Verantwortlichen am Freitag vor Journalisten mit: Wohnungslose Frauen werden derzeit im Hilda Schärf-Heim der Volkshilfe versorgt, Männer in der Notschlafstelle sowie zusätzlich im Notquartier der Stadt im Gemeindezentrum Waidmannsdorf mit 16 Schlafplätzen.

Niemand soll gezwungen sein, in dieser Phase die Nacht im Freien verbringen zu müssen - trotz des großen Andrangs derzeit, wie Caritas-Direktor Ernst Sandriesser sagte: "Hatten wir im Eggerheim in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt noch 600 Besucher im Jahr, so sind es jetzt mehr als 1.000." Er appellierte an Land und Gemeinden, die Notschlafstelle zu unterstützen. Ebenso wie der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider (FSP): "Klagenfurt ist im gesamten Bundesland die wichtigste Anlaufstelle für obdachlose Menschen. Andere Kärntner Städte wie Villach oder Völkermarkt haben keine Notschlafstellen. Wir decken hier den Bedarf für ganz Kärnten ab."

Bei Kältetelefon melden

Die Kärntner Caritas ruft weiterhin auf, obdachlose Menschen zu melden, wenn diese bei Kälte in Gefahr sind. Das Kältetelefon unter der Telefonnummer 0463/39 60 60 ist bis Ende März täglich von 18  Uhr abends bis 6  Uhr morgens besetzt.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten