Der Kabarettist und Landwirt Wolfgang Feistritzer, bekannt als Petutschnig Hons, äußert große Sorge über die zunehmende Präsenz von Wölfen in seiner Heimat Schlatzing (Gemeinde Malta) in Oberkärnten.
Auslöser ist ein grausiger Fund: Nur rund 150 Meter von seinem Haus und Hof entfernt wurde eine tote Hirschkuh entdeckt, bei der der Verdacht auf einen Wolfsriss besteht. Wenige Tage später sollen zudem drei Kilometer entfernt zwei Schafe gerissen worden sein. "Ein paar Gemeinden weiter läuft ein anderer Wolf herum. Also, die sind schon überall da", sagt Feistritzer in einem Video auf seiner Facebook-Seite "Petutschnig Hons aus Schlatzing".
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Die Tür zu seinem Rinder-Stall steht normalerweise in der Nacht offen, aber wegen der Kälte habe er diese die vergangenen Tage zum Glück geschlossen gehalten. Feistritzer kritisiert die Rückkehr des Wolfes und richtet scharfe Worte an sogenannte "Wolfsbefürworter". "Hört mir doch auf mit eurem Geschwafel", so der Landwirt. "Soll ich jetzt wirklich in den gefrorenen Boden, so einen 1,2m hohen Plastik-Zaun hinein tun? Oder soll ich jetzt einen Esel her tun, einen Herdenschutzhund dazu stellen? In jedem Tierpark, wo Wölfe sind, gesichert hinter einem vier Meter hohen Drahtzaun und oben sind noch einmal Stromlinien und uns erklärt man: 'Reicht vollkommen einen Plastikzaun herzustellen'."
Feistritzer: Es geht auch um Nutztiere
Abgesehen davon gehe es nicht mehr nur um Nutztiere, sondern auch um Haustiere, so Feistritzer. "Wir haben zum Beispiel einen 15 Jahre alten Hund, der geht in der Abenddämmerung gerne ein bisschen spazieren ums Haus. Kannst du jetzt nicht mehr machen. Wir haben Katzen, wo ich auch nicht unbedingt will, dass der Wolf die jetzt zusammenjausnet. Sollst du jetzt zu jeder Katze einen Herdenschutzhund dazu stellen?", sagt der Landwirt und Familienvater.
Er berichtet, dass die Tiere mittlerweile auch Siedlungen durchstreifen und sogar Wolfsspuren auf seinem eigenen Hof, bis hin zum Spielplatz der Kinder, gefunden wurden.
Die mutmaßlichen Wolfsrisse wurden gemeldet, eine offizielle Stellungnahme lag zunächst nicht vor, berichtet "Kleine Zeitung".