Kinder-
Pornos: 63 Österreicher angezeigt

Wien

Kinder-
Pornos: 63 Österreicher angezeigt

Einem weltweit vernetzten Kinderporno-Ring haben auch 63 Österreicher angehört.

Bei der Durchsicht des beschlagnahmten Materials wurde selbst den erfahrenen Fahndern von Chefinspektorin Joanna Beavan-Desjardins im kanadischen Toronto übel: Zigtausende von Kinderpornos mussten zugeordnet werden. Dann schlug die Polizei im Zuge der Operation „Spade“ weltweit zu, ließ einen riesigen Pädophilenring hochgehen. 341 Männer wurden festgenommen, 386 Kinder als Opfer identifiziert. Auch 63 Österreicher wurden als Nutzer von Kinderpornos im Internet enttarnt und angezeigt.

Ermittlungen liefen ­bereits seit 2011
Die Ermittlungen waren bereits vor zwei Jahren nach der Festnahme des Kanadiers Brian W. (42) ausgelöst worden. Er hatte vor allem in Osteuropa kinderpornografische Filme und Fotos von kleinen Buben anfertigen lassen und anschließend in den USA, Australien, Mexiko und vielen europäischen Ländern, darunter Österreich, verkauft.

Viele Kinderporno-Kunden sind amtsbekannt

Die federführende kanadische Polizei schaltete in Wien das Bundeskriminalamt ein. Am Donnerstag griffen die Beamten zu, überführten die 63 Österreicher. „Mehrere Männer waren schon einschlägig bekannt“, sagt BK-Sprecher Mario Hejl. Sie wurden auf freiem Fuß angezeigt.

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