Graz

Rumäne fuhr eigene Familie mit Auto um: Einweisung

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Von krankhaftem Eifersuchtswahn getrieben, machte der Mann den Pkw zur Tatwaffe.

Keine Bremsspuren, sondern laut Zeugen Vollgas – so raste Julian P. am 15. Mai in der Grazer Mariengasse mit dem VW Touran auf seine Frau zu. Den Doppelkinderwagen konnte sie gerade noch wegstoßen, ein Mauervorsprung rettete ihr das Leben. Auch ein Passant sprang noch zur Seite. Vierfachen Mordversuch hat Staatsanwalt Christian Kroschl angeklagt und die Einweisung in eine Anstalt beantragt. Laut zwei Gutachten ist der 30-Jährige nicht zurechnungsfähig gewesen.

Verständnis

„Ich dachte, es geht mir besser“, erläuterte er zu Richter Raimund Frei, weshalb er seine Medikamente abgesetzt hatte. Dann kamen die Eifersuchtsattacken. „Ich habe geglaubt, meine Tochter ist nicht von mir.“ Am Tag vor der Tat hatte er seine Frau bedroht, Minuten vor der Attacke erstattete sie Anzeige. „Ihr Mann möchte Sie zurückhaben“, fragte der Richter die Ehefrau. „Das will ich auch“, war ihre Antwort. Ihr Mann sei krank, habe seine Tabletten nicht genommen, zeigte sie Verständnis auch trotz der Tatsache, dass sie und ihre Kinder nur knapp überlebten. Der Rumäne wurde in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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