Ein brutaler Todesfall in Wien beschäftigt nun das Gericht. Zwei Männer sollen einen 37-jährigen Obdachlosen geschlagen und anschließend in der Donau ertränkt haben. Die Leiche war Tage später von Passanten entdeckt worden.
Am Mittwoch müssen sich zwei 43-jährige Männer am Landesgericht Wien wegen Mordes verantworten. Laut Anklage sollen sie im August 2025 einen 37-jährigen Mann ohne Obdach in der Donau getötet haben.
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Die beiden Angeklagten sollen den Mann zunächst mit Fäusten heftig ins Gesicht geschlagen und anschließend seinen Kopf unter Wasser gedrückt haben.
Leiche in Neuer Donau entdeckt
Passanten hatten den leblosen Körper damals entdeckt. Einsatzkräfte bargen die Leiche schließlich in der Neuen Donau bei der Nordbrücke. Schon früh gingen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus.
Am Tatort entdeckte die Polizei Schleifspuren, auch die Verletzungen des Opfers machten die Ermittler stutzig. Eine Obduktion bestätigte stumpfe Gewalteinwirkung im Kopfbereich. Unklar blieb jedoch, wie lange sich die Leiche bereits im Wasser befunden hatte. Laut Staatsanwaltschaft soll die Tat zwischen dem 16. und 19. August 2025 passiert sein.
Lebenslange Haft droht
Dem mutmaßlichen Mord soll ein Streit zwischen den drei obdachlosen Männern vorausgegangen sein. Die beiden Angeklagten wurden am 23. August beziehungsweise am 24. Oktober 2025 festgenommen. Im Fall eines Schuldspruchs drohen den beiden Polen zehn bis 20 Jahre Haft oder lebenslange Freiheitsstrafe.