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Fahrerflucht

Mountainbiker begeht nach Unfall Fahrerflucht

Ein Radler rammte im Wald bei St. Radeg bei Graz einen Wanderer und ließ das schwer verletzte Unfallopfer im Stich.

Beim Versuch einem gestürzten Radfahrer zu helfen, wurde ein Mann von einem nachfolgenden Mountainbiker in voller Fahrt erwischt. Beim Sturz durchbohrte ein Ast die Halsschlagader des Fußgängers.

Opfer wollte gestürztem Biker helfen
Es sollte ein gemütlicher Spaziergang für Berndt S. und seine Frau werden. Im Erholungsgebiet St. Radegund bei Graz wollten sie für ein paar Stunden ausspannen. Doch die Idylle fand ein jähes Ende: Das Ehepaar beobachtete, wie ein Mountainbiker in einer Kurve ins Schleudern geriet, von der Straße abkam und über eine Böschung stürzte. Berndt S. eilte dem Radler zu Hilfe.

Dabei wurde der Retter jedoch von einem zweiten Trekking-Biker erfasst und niedergestoßen. Dabei stürzte der 47-Jährige so unglücklich, dass ein Ast mit voller Wucht seine Halsschlagader durchbohrte.

Ehefrau leistete Hilfe
Die Biker flüchteten und ließen den Schwerverletzten einfach liegen. Der Unfallopfer drohte zu verbluten. Nur der schnellen Reaktion seiner Frau hat er es zu verdanken, dass er noch am Leben ist. Sie leistete ihrem Mann Erste Hilfe und verständigte die Rettung. „Durch den hohen Blutverlust war er in akuter Lebensgefahr. Wir mussten den Patienten notoperieren“, erklärt Dr. Tina Cohnert vom LKH Graz.

Der flüchtige Radfahrer stellte sich zwei Stunden später der Polizei. Er habe „im Schock“ falsch gehandelt, gab er zu Protokoll.

Opfer warnt vor weiteren Unfällen
Ich bin froh, dass ich überlebt habe. Ich weiß aber, dass so ein Unglück wieder passieren kann. An der Unfallstelle spielen öfters Kinder und die Biker fahren rücksichtslos die Straße hinunter. Das muss sich ändern“, warnt Berndt S.



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