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Chronik

Neunjährige stürzte aus dem Fenster

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Nach ersten Tests im LKH dürfte Melissa ohne bleibende Schäden davonkommen.

Lassing/Graz. „Bitte kommen Sie in die Klinik. Ihre Tochter ist sechs Meter vom Dach gefallen.“ Diese Schreckensnachricht erreichte Mittwochnacht die Mutter der neunjährigen Melissa. Das Mädchen war mit dem Alpenverein auf Abenteuerurlaub in Lassnig. Am Abend tollte sie mit zwei Buben in ihrem Quartier – der Perschenhube, ein schmuckes Bauernhaus – herum. Die Burschen (11 und 13 Jahre) erlaubten sich vermutlich einen Scherz und warfen die Unterwäsche der jungen Oststeirerin aus dem Fenster. Fatal: Melissa versuchte die Wäschestücke vom Vordach zu fischen, stieg aus dem Fenster und verlor das Gleichgewicht.

Abgestürzt
Mit einem lauten Schrei stürzte die Neunjährige auf die Wiese vor der Perschenhube. Ein Betreuer bemerkte das Unglück und leistete Erste Hilfe. Im Anschluss brachte die Rettung Melissa mit Verdacht auf schwere Wirbelverletzungen ins LKH Rottenmann.

Donnerstagmittag wurde das Kind ins LKH Graz überstellt, wo die Ärzte vorsichtig Entwarnung geben konnten. „Die Patientin ist schmerzfrei“, bestätigte Prof. Axel Haberlik. Tenor: Halswirbel, Schädel etc. müssten zwar noch gescannt werden, aber bleibende Schäden dürften dem Kind wahrscheinlich erspart bleiben.

Das hören die Angehörigen des Mädchens natürlich gerne – und die Verantwortlichen beim Alpenverein. Kurt Höfler, der Koordinator des Abenteuercamps: „Das Mädchen soll am Freitag schon wieder entlassen werden.“ Und: Der Sturz war nicht aus – wie anfangs befürchtet – sechs, sondern aus drei bis vier Meter Höhe.

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