Auch Schellhorn rutscht im APA-OGM-Vertrauensindex nach unten; Van der Bellen, Bures und Marterbauer an der Spitze.
Wien. Die Postenschacher-Vorwürfe samt aufgehobener Diversion zeigen Wirkung: Im aktuellen APA-OGM-Vertrauensindex ist ÖVP-Klubobmann August Wöginger mit einem Saldo von -47 Punkten auf den letzten Platz hinter FPÖ-Chef Herbert Kickl abgerutscht. Wöginger büßte gegenüber der letzten Erhebung im September 16 Punkte ein; fast so viel wie NEOS-Staatssekretär Sepp Schellhorn, der mit 15 verlorenen Vertrauenspunkten nun Drittletzter im Ranking ist.
Ganz oben im Vertrauensindex findet sich mit 18 Punkten (Saldo aus Vertrauen und kein Vertrauen) wieder Bundespräsident Alexander Van der Bellen, dahinter die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). Die beiden büßten gegenüber September einen bzw. zwei Punkte ein. Vier Punkte dazugewinnen konnte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), der mit einem Saldo von acht Punkten erneut Platz drei im Ranking der Bundespolitik einnimmt. Frauen- und Wissenschaftsministerin Eva Maria Holzleitner ist mit zwei Punkten (+1 gegenüber September) die letzte im positiven Saldobereich.
Stocker auf Platz 5
Mit einem Saldo von minus einem Punkt (-1 gegenüber September) reiht sich mit Bundeskanzler Christian Stocker der erste ÖVP-Politiker im Ranking ein. Seine Parteikollegin, Integrationsministerin Claudia Bauer (vormals Plakolm) kommt auf einen Saldo von minus 4, konnte aber wie Marterbauer vier Punkte dazugewinnen.
Bester NEOS-Politiker ist Bildungsminister Christoph Wiederkehr mit einem Saldo von -8, der aber einen Verlust von fünf Punkten hinnehmen muss. Mit sogar sieben Punkten Verlust kommt NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger jetzt auf einen Saldo von -13. Gar nur -23 im Vertrauenssaldo wird für Grünen-Bundessprecherin Leonore Gewessler ausgewiesen, sie gewann aber einen Punkt dazu.
Babler hinter Rosenkranz
Bestgereihter FPÖ-Politiker ist Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (-27; +/- 0), noch vor SPÖ-Chef Andreas Babler (-31), der mit acht Punkten den dritthöchsten Verlust verzeichnet. Noch schlechter liegt NEOS-Staatssekretär Schellhorn (Saldo von -35, 15 Punkte Verlust) vor Kickl (-36), der aber zwei Punkte dazugewann. Schlusslicht ist Wöginger mit dem höchsten Verlust von 16 Vertrauenspunkten auf einen Saldo von jetzt -47.
Für den Vertrauensindex Bundespolitik wurden 1.008 repräsentativ ausgewählte ÖsterreicherInnen ab 16 Jahren im Zeitraum 12. bis 15. Jänner 2026 befragt (maximale Schwankungsbreite 3,1 Prozent). Die Fragestellung lautet: "Vertrauen Sie ... oder vertrauen Sie ... nicht oder kennen Sie ... nicht?" Der Vertrauenssaldo errechnet sich als Differenz der Prozentwerte "vertraue" minus "vertraue nicht". Für Zuwächse/Verluste im Zeitvergleich wird die Veränderung dieses Saldos gegenüber der letzten Erhebung herangezogen.