AK NÖ erkämpfte 38 Millionen Euro für Arbeitnehmer

Arbeitsrecht

AK NÖ erkämpfte 38 Millionen Euro für Arbeitnehmer

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Die Arbeiterkammer NÖ erstritt im ersten Halbjahr 38 Millionen Euro für Arbeitnehmer.

82.000 Arbeitnehmer haben allein im ersten Halbjahr die Hilfe der Arbeiterkammer Niederösterreich (AK NÖ) wegen Problemen am Arbeitsplatz in Anspruch genommen, wie eine aktuelle Auswertung der Kammer zeigt. „Wir haben 38,1 Millionen Euro für die Betroffenen erreicht“, zieht AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser Bilanz. Bei einem großen Teil der Anfragen konnten die Experten mit einer Beratung weiterhelfen. Für mehr als 7.400 Arbeitnehmer mussten ausstehende Löhne und Gehälter beim Arbeitgeber eingefordert oder diese für sie vor Gericht einklagt beziehungsweise ihre Ansprüche nach einer Insolvenz gesichert werden.

Auffällig waren aus Sicht der Arbeitsrechtsexperten gehäufte Probleme mit ungerechtfertigten Entlassungen bzw. die Nichtbezahlung von Entgeltbestandteilen, z.B. Altersteilzeitgeld und Gewinnbeteiligungen.
„Ein Busfahrer aus dem Bezirk Neunkirchen wurde, nachdem er sich zeitgerecht krankgemeldet hatte, fristlos entlassen“, schildert Thomas Kaindl, Leiter des Bereichs Regionale Aufgaben der AK NÖ. Da sich der Buslenker keiner Schuld bewusst war und daher dieses Vorgehen nicht hinnehmen wollte, wandte er sich an die AK-Bezirksstelle. „Wir haben alle offenen Zahlungen inklusive Kündigungsentschädigung und Entgeltfortzahlung bis zum Ende des Krankenstandes bei Gericht eingefordert. Der Dienstgeber wurde zur Zahlung von rund 7.400 Euro verurteilt“, sagt Kaindl.
    

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