Skandal an der Westautobahn! Rund 100 wütende Bewohner der Heimbautal-Siedlung in Wolfsgraben haben eine Petition unterschrieben - sie können bei offenem Fenster nicht mehr schlafen! Die Lärmschutzwände sind zu niedrig, und die Behörden? Schweigen! Vorerst.
Sieben Jahre lebt Thomas Epple bereits in der Siedlung oberhalb der A1. Doch vor dreieinhalb Jahren wurde alles anders: „Wir haben einen wunderschönen Schirm an alten Bäumen gehabt - und dann ist das alles abgeholzt worden. Seither ist es kaum erträglich!" Die Bäume mussten wegen Starkstromleitungen weichen - die Anrainer zahlen jetzt den Preis!
ASFINAG wartet - Messung vielleicht in einem halben Jahr
800 Menschen sind betroffen - doch die Stimmung ist gespalten. Bürgermeister Christian Lautner (ÖVP) gibt zu: Manche sagen, wer neben der Autobahn kauft, muss mit Lärm leben. Aber eine wachsende Gruppe kämpft für Ruhe! Nach einer Infoveranstaltung mit der ASFINAG folgte die Enttäuschung: Erst in sechs Monaten soll es eine Lärmberechnung geben - und dann wird nur entschieden, ob überhaupt gemessen wird! Anrainerin Anna Shepelyeva platzt der Kragen: „Wir wissen weder wie das berechnet wird, noch welche Daten verwendet werden - das bleibt alles ein Geheimnis!"
25.000 Autos täglich - ASFINAG verweist auf Fenster tauschen!
Täglich donnern rund 25.000 Fahrzeuge über diesen A1-Abschnitt. Die Bewohner fordern höhere Lärmschutzwände UND Tempo 100. Die Antwort der ASFINAG? Sie verweisen auf schalloptimierte Fenster - auf eigene Kosten der Anrainer! Die bestehenden Wände seien bis zu 13,5 Meter hoch und ausreichend, so die Behörde. Die Anrainer geben nicht auf - der Kampf geht weiter!