Entlastung

Agrardiesel kommt früher: NÖ-Bauern atmen auf

Die österreichische Bundesregierung hat verkündet, die Auszahlung des Agrardiesels auf Dezember 2026 vorzuziehen - ein echter Rettungsanker nicht nur für die niederösterreichischen Bauern. 

Es ist ein Befreiungsschlag für die heimischen Bauern - mit der früheren Auszahlung des Agrardiesels (im kommenden Dezember) erhalten sie endlich wieder Luft zum Atmen. Bekanntlich haben die Preise für Treibstoff, Dünger und Energie viele Familienbetriebe zuletzt stark belastet. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LKNÖ) spricht von einem wichtigen Schritt, um die Betriebe wettbewerbsfähig zu halten und die Lebensmittelproduktion im Land zu sichern.

Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich

Johannes Schmuckenschlager (ÖVP), Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

© Parlamentsdirektion/Thomas Topf

"Der Agrardiesel trägt dazu bei, Wettbewerbsnachteile der österreichischen Bäuerinnen und Bauern im EU-Vergleich abzufedern. Wer regionale Lebensmittelproduktion, Versorgungssicherheit und hohe Standards will, muss auch die wirtschaftliche Grundlage dafür absichern", so Johannes Schmuckenschlager, Präsident der LKNÖ. 

Auch Düngemittel im Fokus

Gleichzeitig müsse die Diskussion um Klimaschutz und Versorgungssicherheit Hand in Hand gehen. Effizient eingesetzte Betriebsmittel sorgen dafür, dass Österreich weiterhin hochwertige Lebensmittel, erneuerbare Energie und nachwachsende Rohstoffe liefern kann - und das wirtschaftlich tragfähig.

Vor diesem Hintergrund sieht die LKNÖ auch bei den CBAM-Zöllen auf Düngemittel dringenden Handlungsbedarf. Neben dem Agrardiesel bleibt der Preisdruck bei Düngemitteln weiter bestehen: CO2-Grenzkosten durch die EU könnten die Betriebsmittelpreise noch weiter in die Höhe treiben. Einen Lichtblick gibt es bereits: Die EU-Kommission will bis zum 19. Mai einen Aktionsplan für Düngemittel vorlegen.

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