Am Montagvormittag klickten am Wiener Hauptbahnhof die Handschellen. Eine 27-jährige Frau versuchte in einem Zug nach Bratislava, eine Luxus-Handtasche im Wert von rund 64.000 Euro zu stehlen.
Montag nutzte die mutmaßliche Täterin einen Moment der Unachtsamkeit aus, als eine 52-jährige US-Touristin gerade damit beschäftigt war, ihr Gepäck im Zugabteil zu verstauen.
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Eine aufmerksame Zeugin beobachtete jedoch, wie die 27-jährige kroatische Staatsbürgerin die hochpreisige Tasche samt wertvollem Inhalt - insgesamt 64.000 Euro - aus der Tragetasche der Touristin entwendete. Als die Frau bereits die Flucht antreten wollte, reagierte der Ehemann des Opfers sofort: Er hielt die Verdächtige bis zum Eintreffen der Beamten der Polizeiinspektion Am Hauptbahnhof fest.
Weiteres Diebesgut bei Durchsuchung
Die alarmierten Polizisten nahmen die Frau noch vor Ort fest. Bei der anschließenden Durchsuchung kam noch mehr zum Vorschein: Die Beamten fanden einen mutmaßlich gestohlenen Reisepass, der einem weiteren amerikanischen Touristen gehörte. Der 55-jährige Bestohlene befand sich glücklicherweise ebenfalls im selben Zug, sodass ihm sein Dokument direkt wieder ausgefolgt werden konnte.
Verdächtige in Justizanstalt überstellt
In einer ersten Vernehmung bestritt die 27-Jährige die Tatvorwürfe trotz der erdrückenden Beweislast. Sie wurde wegen des Verdachts des versuchten schweren Diebstahls sowie der versuchten Urkundenunterdrückung angezeigt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien erfolgte schließlich die Überstellung der Frau in eine Justizanstalt. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, sein Gepäck auch während des Verstauens im Zug stets im Auge zu behalten.