Niederösterreich

In der "Kunst-Mühle" rieselt wieder das Mehl

Viel privater Einsatz machte ein veraltetes Juwel wieder flott. Die ehemalige Müllerin bäckt jetzt für die Führungen.

Die "Kunstmühle in Dornau", vielen bekannt als reines Ausflugsrestaurant, wurde von Freiwilligen wieder zur echten Mühle umfunktioniert.

Altes Handwerk wiederbelebt für junge Menschen

Die von 1635 bis 2004 betriebene Mühle machte 2004 dicht, weil sie sich für die Besitzerin, Susanne Kühn, aufgrund der billigeren Konkurrenz nicht mehr rechnete. Eine Zeit lang machte sie noch Führungen für Interessierte aber die Maschinen waren verstaubt und in schlechtem Zustand. 2023 wurde der Verein zur Erhaltung der Kunstmühle gegründet, der mit Freiwillligen in 1.600 Arbeitsstunden alles wieder zum Glänzen brachte.

In der
© ORF

Besucher können nun in Führungen wieder mitverfolgen, wie aus Getreide Mehl wird. "Kunstmühle" nennt sich das Bauwerk übrigens deshalb, weil die Mühlsteine seinerzeit durch "künstliche" Walzenstühle ersetzt wurden. Ein Sprecher des Vereines zum ORF: "Der Grund für die Erhaltung ist, dass es eine der letzten, wenn nicht die letzte Mühle im Triestingtal ist, und es wäre sehr schade, wenn das alles verfällt." Und so bringt auch Müllermeisterin Kühn sich wieder ein und bäckt Semmel-Kostproben für Führungen etwa von Schulklassen.

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