Käfig-Welpen: Jetzt spricht die Hundehalterin

Staatsanwalt ermittelt

Käfig-Welpen: Jetzt spricht die Hundehalterin

Die beschuldigte Züchterin will die Anschuldigungen nicht auf sich sitzen lassen.

Den Fall ins Rollen brachten Anrainer im nördlichen Waldviertel, die das ständige Bellen und Winseln der Hunde – auch bei Nacht – nicht mehr aushielten.

Die Nachbarn der Züchterin (59), die Hunde in kleine Käfige gesperrt haben soll, wandten sich an den Tierschutzverein „RespekTiere“ – ÖSTERREICH berichtete.

Die Aktivisten stöberten die Internet-Seite auf, auf der die Tiere – Chihuahuas und Russkiy-Toy-Hunde – zum Kauf angeboten wurden, und vereinbarten einen Scheinkauf.

„Die Welpen, die uns gezeigt wurden, waren total verwahrlost. Zudem gab es hochgradige Anzeichen von Inzucht“, so Geschäftsführer Thomas Putzgruber, der Anzeige erstattete. Samstag schritten Polizei und Amtstierarzt ein und entfernten die Käfige. Allerdings wurde kein Welpe behördlich beschlagnahmt.

© respektiere.at

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Hundehalterin zeigt die Aktivisten nun selbst an

Nun wehrt sich Rosi S. (Name geändert): „Ich werde hier offenbar gehasst. Die Haltung meiner Hunde ist in Ordnung. Sie sind alle gepflegt. Ich habe auch keine Auflagen bekommen.“

Da die Bezirkshauptmannschaft jedoch feststellte, dass keine artgerechte Haltung vorliege, wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Einbruch

Das ist der 59-Jährigen sogar recht: „Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen und werde den Verein jetzt selbst anzeigen (siehe Story unten). Die Aktivisten dürften durch ein offenes Kellerfenster, das ich für meine Katze offen gelassen habe, in mein Haus eingestiegen sein. Woher stammen sonst die Fotos? Von der Amtstierärztin nicht. Und ich selbst habe die drei Scheinkäufer des Vereins nicht hereingelassen. Ich war alleine daheim und hatte Angst.“ Laut der Züchterin waren nur 2 Welpen ein paar Stunden mit dem Muttertier im Käfig, als sie doch einmal kurz außer Haus war.

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Hundehalterin im Gespräch mit ÖSTERREICH: "Werde Tierschutzverein wegen Einbruchs anzeigen"

ÖSTERREICH: Die Anschuldigungen der Tierschützer gegen Sie wiegen schwer.

Rosi S.: Sie sind aber haltlos. Denn meine Hunde sind gepflegt und die Haltung ist in Ordnung. Außerdem habe ich nur 15 Tiere – und nicht wie behauptet 25.

ÖSTERREICH: Sie wurden beschuldigt, Ihre Hunde in kleinen Käfigen zu halten und ihnen nicht den nötigen Auslauf zu geben.

S.: Ich hatte zwei Welpen zu ihrem Muttertier gesteckt, als ich ein paar Stunden nicht zu Hause war – zu ihrem eigenen Schutz. Wenn ich daheim bin, sind sie immer draußen. Manche schlafen sogar bei mir im Bett.

ÖSTERREICH: Sie werden die Aktivisten selbst anzeigen?

S.: Ja, das werde ich. Denn sie sind über ein Kellerfenster bei mir eingebrochen. Sie sollen mir beweisen, wie sie die Fotos sonst gemacht haben. Ich habe sie nämlich nicht hereingelassen.

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