Die Donaubrücke zwischen Stein und Mautern steht vor einer massiven Einschränkung: Ab Montag, den 18. Mai, müssen sich Pendler und Autofahrer auf Umleitungen und Staus einstellen.
Die mehr als 130 Jahre alte Donaubrücke Stein-Mautern weist schwere Schäden auf. Nach eingehenden Untersuchungen des Landes Niederösterreich zieht man jetzt die Notbremse: Der Verkehr wird stark reduziert, um eine komplette Sperre der wichtigen Donauverbindung zu verhindern. Künftig darf nur mehr ein Minimum an Fahrzeugen über die Brücke fahren. Erlaubt sind lediglich Fußgänger, Radfahrer, Mopeds, Einsatzfahrzeuge, Leichtkraftfahrzeuge sowie landwirtschaftliche Fahrzeuge bis fünf Tonnen. Autos, Lkw und Motorräder müssen ab 18. Mai großräumig über die St. Pöltner Brücke (B37) ausweichen. Der Verkehr auf der Brücke wird zudem nur noch einspurig geführt. Auch die Gehwege werden gesperrt, Fußgänger müssen künftig einen abgesicherten Streifen direkt auf der Fahrbahn nutzen. Für Traktoren wird eine eigene Ampelregelung eingerichtet, pro Tag wird mit 40 bis 60 landwirtschaftlichen Fahrzeugen gerechnet.
Die Stadt Krems warnt bereits jetzt vor langen Verzögerungen auf den Ausweichrouten. Vor allem die Kreuzung Austraße/Bertschingerstraße gilt schon jetzt als Nadelöhr und dürfte an ihrer Belastungsgrenze stehen. Die Verkehrslage soll deshalb laufend überwacht werden. Auch Kameras werden auf der Donaubrücke installiert, um die Situation besser kontrollieren zu können. Bei Bedarf könnten sogar Ampelschaltungen angepasst werden, um das drohende Chaos einzudämmen.
Eine schnelle Entspannung ist derweil nicht in Sicht. Die Arbeiten an einer Ersatzbrücke laufen zwar bereits an, doch mit einer Fertigstellung wird frühestens im Herbst 2028 gerechnet. Die neue Brücke soll später Fahrzeuge bis 18 Tonnen tragen.