Personennahverkehr

NEOS: Petition für Railjet-Halt in Schwechat

Ab Herbst droht den Pendlerinnen und Pendlern aus Schwechat und der Region ein massiver Einschnitt im Alltag. Durch die Sperre der Schnellbahnstrecke wird der Weg in die Arbeit zum Hindernislauf – mit längeren Fahrzeiten und zusätzlichen Umstiegen. 

Im Rahmen einer Petition fordern NEOS deshalb, den Railjet künftig auch in Schwechat halten zu lassen. "Tag für Tag fahren zahlreiche Railjets und der City Airport Train mit freien Sitzplätzen an Schwechat vorbei – während die S7 als wichtigste Verbindung nach Wien aus allen Nähten platzt. Das ist für die Menschen in der Region weder nachvollziehbar noch zumutbar“, betont NEOS-Verkehrssprecher Christoph Müller. Gemeinsam mit Gemeinderat Paul Haschka hat sich der Landtagsabgeordnete ein Bild der Situation gemacht.

Direkte Verbindung über den Hauptbahnhof gefordert

Aufgrund der Baustellensituation steht der Region ab Herbst eine massive zusätzliche Belastung auf den Straßen bevor. Haschka glaubt, dass viele Fahrgäste notgedrungen auf das Auto umsteigen werden. "Das wird die Situation im Früh- und Abendverkehr massiv verschärfen. Eine schnelle Lösung wäre eine vorübergehende Schnellbahn vom Süden Wiens über den Hauptbahnhof direkt zum Flughafen. Diese Verbindung würde außerdem eine Lücke im Streckennetz schließen, die man sonst nur mit dem Auto in angemessener Zeit zurücklegen kann“, so der pinke Gemeinderat, der in der Bauphase auch mehr Busse zur U3 fordert. Darüber hinaus sei laut NEOS eine frühzeitige Einbindung der Region in konkrete Planungen und Entscheidungsprozesse notwendig. "Schwechat ist keine Randnotiz im Verkehrsnetz. Tausende Fahrgäste sind in der Region unterwegs – die muss man auch ernst nehmen“, so Müller abschließend.

Direkte Reaktion der ÖBB gegenüber oe24

Vonseiten der ÖBB-Konzenrkommunikation hat oe24.at eine Reaktion zu dieser Petition erreicht: "Wir verstehen das Anliegen nach möglichst vielen Direktverbindungen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, die Auswirkungen solcher Maßnahmen im Gesamtsystem zu betrachten. Auch während der baustellenbedingten Einschränkungen im Herbst bleibt Schwechat mit der S7 und dem REX7, wie gehabt, gut an Wien angebunden.Um den Fahrgästen eine umsteigefreie Verbindung zu einem zentralen Wiener Verkehrsknotenpunkt anbieten zu können, wird auf Wunsch vieler Pendler:innen und Pendler der REX7 im Zeitraum von 7. September 2026 bis Ende Oktober 2027 ab Kaiserebersdorf über Wien Hbf in Richtung Süden umgeleitet. Von dort gibt es Anschluss in das hochrangige U-Bahn-Netz sowie an zahlreiche Straßenbahnen und Busse. Über die Umleitung der REX7-Verbindungen über Wien Hauptbahnhof wurde im vergangenen Jahr wiederholt in Medien berichtet.Grundsätzlich bedienen Railjet- und Intercity-Züge als Fernverkehrszüge primär überregionale Knotenbahnhöfe, zusätzliche Halte sind daher nur eingeschränkt möglich. Im konkreten Fall ist bei den Intercity-Zügen aufgrund der sehr knappen Wendezeiten am Flughafen sowie der abgestimmten Anschlüsse in Wien Hauptbahnhof kein zusätzlicher Halt in der vorgesehenen Fahrzeit realisierbar. Bei den Railjet- und RJX-Zügen kommt hinzu, dass die Bahnsteiglänge in Schwechat für diese Garnituren nicht ausreichend ist. Die Forderung nach zusätzlichen Fernverkehrshalten steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Stammstreckensperre im Herbst. Das bestehende Nahverkehrsangebot mit S7 und REX7 bleibt aufrecht und gewährleistet weiterhin die Anbindung Schwechats. Uns ist bewusst, dass Bauarbeiten für Fahrgäste immer mit Umstellungen verbunden sind. Unser Ziel ist es, trotz notwendiger Infrastrukturmaßnahmen ein möglichst stabiles und gut abgestimmtes Angebot sicherzustellen.

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