Hort-Schock

"Platz! Sitz": Lehrer soll Kinder angeleint haben

Verniedlichend als "Hundespielchen" bezeichnet, dürfte die Vorfälle noch größere Kreise ziehen. 

"Hundeabrichtung hat immer was mit Unterwürfigkeit zu tun“, erklärt ein wütender Vater gegenüber oe24, "und ich will nicht, dass meine Tochter zum Hündchen abgerichtet wird.“ Und dann erzählt er eine wahrlich befremdliche Geschichte: Die Eltern besorgte das Verhalten ihrer 7-jährigen Tochter, die zu Hause plötzlich in die Rolle eines Hundes schlüpfte.

"Braves Hündchen!"

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Was ein Pädagoge in einem Hort einer Bundesbildungsanstalt eines nördlichen Stadtteils von St. Pölten verniedlichend als "Hundespielchen“ bezeichnete, findet der anklagende Vater höchst fragwürdig. Die Tochter offenbarte den Eltern: Der Hortlehrer habe die Kinder an die Leine gelegt, "Platz und Sitz!“ mit den Volksschulkindern trainiert, auch habe er Hundehütten errichtet. Der beschuldigte Mann soll die Kinder, die sich angeblich in seinen Schoß "kuschelten“, mit den Worten "Braves Hündchen!“ gestreichelt haben. Die Eltern haben bei der Hortdirektorin Protest eingelegt und wurden angeblich ausgelacht. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. OE24 bleibt dran - und wird im Sinne der Wahrheitsfindung "alle Seiten" hören.

Anzeige bei Polizei wird derzeit rechtlich geprüft

Seitens der Bildungsdirektion für Niederösterreich erreichte OE24 die Auskunft, "dass nicht die Schule oder die Bildungsdirektion Arbeitgeber des Hortpädagogen sind,sondern die Stadt St. Pölten." Und weiter: "Seitens der Schulaufsicht werden die erhobenen Vorwürfe aber sehr ernst genommen und eingehend geprüft. Auch wurde eine Meldung an das Magistrat wegen Gefährdung des Kindeswohls gemacht. Eine etwaige Anzeige bei der Polizei wird derzeit rechtlich geprüft."

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