Im Mai starten die niederösterreichischen Freibäder in die Sommersaison – steigender Kostendruck und Investitionen in Energieeffizienz prägen jedoch die Branche.
Trotz wechselhaftem Frühjahrswetter laufen die Vorbereitungen in Niederösterreichs rund 130 Freibädern auf Hochtouren. Erste Bäder – etwa in Baden, St. Valentin oder Perchtoldsdorf – öffnen bereits am 1. Mai, weitere folgen gestaffelt bis Anfang Juni.
Die Preise steigen vielerorts: "Im Schnitt bewegen sich die Anpassungen zwischen fünf und zehn Prozent", sagt Harald Gölles, Sprecher der NÖ Bäderbetriebe in der WKNÖ. Gleichzeitig boomen Saisonkarten – sie bieten Gästen Planungssicherheit und den Betrieben stabilere Einnahmen.
Attraktive Saisonkarten
Die wirtschaftliche Lage bleibt aber generell angespannt. Hohe Energie- und Personalkosten sowie nötige Sanierungen belasten die Betreiber massiv. Viele Bäder schreiben jährlich rote Zahlen – teils im fünf-, teils im sechsstelligen Bereich. Auch Fachkräftemangel bleibt ein Problem: Qualifizierte Bademeister werden immer schwerer zu finden.
Badewaschl gesucht
Dazu kommt die Wetterabhängigkeit. "Freibäder bleiben ein klassisches Schönwettergeschäft", so Gölles. Gegengesteuert wird mit Investitionen in Photovoltaik, Solartechnik und effizientere Pumpensysteme. Große Ausbauprojekte sind die Ausnahme – Baden etwa lockt mit einer neuen Rutsche. Auf ins kühle Nass also!