Fordernde Nacht

Silvester-Chaos:130 Feuerwehreinsätze und acht Verletzte durch Böller

Die niederösterreichischen Feuerwehren waren in der Silvesternacht gefordert. Zwischen 20 und 4 Uhr mussten sie zu 130 Einsätzen ausrücken, das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Auch bei der Rettung wurden mehr Einsätze verzeichnet, acht Personen wurden durch Böller verletzt. 

Laut Notruf Niederösterreich stieg die Zahl der Rettungseinsätze um fast 13 Prozent auf 318 Alarme zwischen 20.00 und 6.00 Uhr. Acht Menschen zogen sich durch Böller Verletzungen vor allem an den Händen, im Gesicht und im Brustbereich zu. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führten 812 Anrufe - darunter 329 Notrufe, 178 telefonische Gesundheitsberatungen sowie zahlreiche weitere Beratungen und Auskünfte", so Notruf Niederösterreich-Geschäftsführer Josef Schmoll in einer Aussendung. Die meisten Einsätze der Rettungsteams erfolgten aufgrund akuter Erkrankungen, allerdings sei die Zahl jener Patientinnen und Patienten, die nach Stürzen oder übermäßigem Alkoholkonsum vom Rettungsdienst versorgt werden mussten, erneut gestiegen.

Acht Personen wurden durch Böller verletzt.

Acht Personen wurden durch Böller verletzt.

© Getty Images

In Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) etwa wurde eine 15-Jährige durch einen Feuerwerkskörper verletzt. Das Mädchen erlitt Verbrennungen im Bereich der Brust, des Halses und der Haare. Sie wurde in das Landesklinikum Baden gebracht, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich. In Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) zog sich ein 19-Jähriger schwere Verletzungen an der Hand zu, als er einen pyrotechnischen Gegenstand zündete und dieser explodierte. Nach notärztlicher Versorgung wurde er ins Landesklinikum Mistelbach gebracht.

Doppelt so viele Feuerwehreinsätze wie 2024/25

Laut dem Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband standen insgesamt 196 Feuerwehren mit 323 Fahrzeugen im Einsatz. Beim Jahreswechsel 2024/25 waren es 92 Feuerwehren mit 154 Fahrzeugen gewesen. Die meisten Kräfte wurden bei Gebäudebränden in Leopoldsdorf im Marchfeld (Bezirk Gänserndorf), in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) und in Ennsdorf (Bezirk Amstetten) benötigt. Zu den Brandeinsätzen zählten auch brennende Müllcontainer, Hecken- und Flurbrände. 13 Einsätze waren im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen zu verzeichnen, im Vorjahr waren es sechs.

Der erwähnte Brand in einem Mehrparteienhaus in Ennsdorf betraf insgesamt vier Wohnungen. Drei Personen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich. Die Brandursache ist noch unbekannt. Gegen 1.00 Uhr Früh brannte es in Schwechat in der Garage eines Mehrparteienhauses. Verletzt wurde dabei niemand, allerdings entstand ein Sachschaden in der Höhe von rund 25.000 Euro. Erheblichen Schaden richtete ein pyrotechnischer Gegenstand auch in Hollabrunn an. Im Innenhof einer Wohnanlage wurde durch die Explosion das Glas einer Eingangstür aus dem Rahmen gedrückt, Kellerfenster zersplitterten und ein Garagentor wurde beschädigt.

"Wenn andere das neue Jahr begrüßen, stehen unsere Feuerwehrmitglieder bereit, um im Notfall zu helfen. Dieses Engagement, diese Einsatzbereitschaft und diese Selbstverständlichkeit, für andere da zu sein, verdienen höchsten Respekt und größte Anerkennung", erklärte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner ebenfalls in einer Aussendung.

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