Rekrut stirbt an Überhitzung Horn Bundesheer

Bundesheer wusste davon

Toter Soldat: Schwere Herzprobleme

Militärärzte hatten schon vorab gesundheitliche Probleme festgestellt.

Der Hitzetod des Wiener Gardesoldaten Toni P. (19) bei einem Leistungsmarsch in Horn hat im Sommer für heftige Diskussionen gesorgt, weil die Soldaten bei knapp 36 Grad antreten mussten. Toni P. starb an einer Blutvergiftung, zwei gefährliche Keime wurden bei ihm entdeckt. Doch wie jetzt durch den Standard bekannt wurde, könnten weitere gesundheitliche Probleme für den Kollaps des Präsenzdieners mitverantwortlich gewesen sein. Laut Stellungsunterlagen war Toni P. bei seiner Musterung schwer übergewichtig („adipös“). Laut EKG hatte er auffällige Herzstörungen.

Zwei Jahre später bei seiner Einstellungsuntersuchung hatte er zwar 15 Kilo abgenommen, war aber immer noch übergewichtig. Seine Blutdruckwerte und sein Ruhepuls (98) waren viel zu hoch. Möglicherweise verursacht durch einen verdickten Herzmuskel. Dennoch wurde der junge Wiener von der Heeres-Wertungsziffer 5 auf die 8 hochgestuft. Mit einer 5 wäre der 1,92 Meter große Soldat für die Garde wohl nicht infrage gekommen. Das Bundesheer hat Anzeige erstattet, weil die Krankenakten publik gemacht wurden.

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