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Zu viele und große Schäden: Petition fordert Böllerverbot

Auch heuer haben Feuerwerksraketen und Böller rund um Silvester wieder schwere Schäden angerichtet, etwa an Häusern – auch in Niederösterreich. Eine Petition fordert deshalb jetzt ein allgemeines, privates Feuerwerksverbot, ebenso wie der Bürgermeister von Ennsdorf. 

Mehr als 100.000 Menschen haben die Petition der gemeinnützigen Organisation #aufstehn bereits unterzeichnet. Gefordert wird von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) ein Verbot von privater Pyrotechnik ab der Kategorie F2.

Die Böllerei würde Mensch, Tier und Umwelt schaden, heißt es. "Karner muss eine österreichweite Lösung finden, anstatt auf einen schwer kontrollierbaren Flickenteppich regionaler Verbote zu setzen“, so die Organisation.

Bürgermeister wendet sich in Brief an Karner

Laut #aufstehn habe sich die Anzahl der Unterschriften innerhalb von drei Wochen verdoppelt. „Dass bereits über 100.000 unsere Petition unterstützen, zeigt klar: Ein Feuerwerksverbot ist den Menschen in Österreich ein zentrales Anliegen“, wird Mitinitiatorin Flora Bachmann von #aufstehn in einer Aussendung zitiert.

Ähnlich sieht das der Bürgermeister von Ennsdorf (Bezirk Amstetten), Daniel Lachmayr (SPÖ). Dort kam es zu Silvester laut Lachmayr zu mehreren Bränden – mehr dazu in Brände sorgten für arbeitsreiche Silvesternacht. Die Feuerwehr sei stark gefordert gewesen. Lachmayr hat sich mittlerweile in einem Brief an den Innenminister gewandt.

„Aus meiner Sicht wäre ein Verkaufsverbot für Feuerwerke der Klasse F2 für Laien notwendig“, schrieb er an Karner. Kontrollen und Strafen müssten verschärft werden, beim Feuerwerksverbot im Ortsgebiet handle es sich um „totes Recht“, so der Bürgermeister.

Ministerium appelliert an Eigenverantwortung

Das Innenministerium verweist auf Anfrage von noe.ORF.at auf die bestehenden gesetzlichen Regelungen. Diese würde man konsequent vollziehen, so wurden allein in der Silvesternacht 2.800 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt und rund 900 Anzeigen erstattet. Zudem wird an die Eigenverantwortung appelliert. Darüber hinaus verweist man im Innenministerium darauf, dass es für eine Gesetzesänderung eine parlamentarische Mehrheit brauche.

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