Bombenalarm in Slzbg

Noch keine Hinweise auf Täter

Nach dem Bombenalarm in drei Salzburger Geldinstituten, der vergangenen Freitag Teile der Altstadt für einige Stunden lahm gelegt hatte, tappte die Polizei am Montag noch im Dunkeln.

"Es gibt nicht einmal einen vagen Hinweis auf den Täter", sagte der Leiter des Landeskriminalamtes Salzburg, Oberst Albert Struber. Er zeigte sich aber erleichtert, dass am Montag keine weiteren Postpakete mit Bomben-Attrappen an Banken geschickt wurden. "Wir hoffen, dass es vorbei ist."

Spuren werden ausgewertet
Derzeit sei die Gerichtsmedizin mit der Auswertung von Spuren beschäftigt. Das Ergebnis werde vermutlich erst nächste Woche vorliegen, erklärte Struber. Verwertbare Fingerabdrücke würden bis jetzt nicht vorliegen. "Wir müssen das Ergebnis der vollständigen Untersuchung abwarten." Überprüft werde auch noch die Herkunft der Rucksäcke, in denen sich die täuschend echten Attrappen befanden. Einen Zusammenhang mit einer Bombendrohung in vier Geldinstituten in Feldkirch (V) am 25. September, wo ebenfalls kein Sprengmaterial gefunden wurde, konnten die Ermittler nicht erkennen.

Bomben-Attrappen waren harmlos
Die drei verdächtigen Pakete, die am Freitagvormittag in der Raiffeisenkasse in der Sigmund-Haffner-Gasse sowie in der Oberbank und der Salzburger Sparkasse am Alten Markt für große Aufregung gesorgt hatten, wurden von Experten des Entschärfungsdienstes als harmlos eingestuft. Der unbekannte Absender hatte die Packerl nicht in Salzburg, sondern in einem anderen Bundesland aufgegeben. In den gleich lautenden Schreiben forderte der Erpresser eine hohe Geldsumme und untersagte das Einschalten der Polizei, ansonsten werde er die Bombe zünden. Die Übergabe des Geldes hätte auf einem Bahnhof stattfinden sollen.

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