Wurst

Wolfsberg

Obdachlose bekommen Pferdefleischwürste

Das "Wurstfleisch" einer Fleischerei wurde als "Rind" deklariert.

Das "Wurstfleisch" einer Kärntner Fleischerei, in dem die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) 100 Prozent Pferde-DNA nachgewiesen hat, ist als "Rind" gekennzeichnet gewesen. Die Probe war im selben Betrieb im Bezirk Wolfsberg gezogen worden, in dem auch mit Pferd versetzte "Kärntner Hauswürstel" und "Lavanttaler Bauernsalami" produziert wurden. Das bestätigte Alfred Dutzler von der Kärntner Lebensmittelaufsicht.

Woher der Fleischereibetrieb das Pferdefleisch bezogen hat, ist den Angaben zufolge noch nicht geklärt. Auch über dessen Qualität lasse sich noch nichts sagen, sagte Dutzler - auch mit Verweis auf das Amtsgeheimnis.

Unterdessen hat sich eine Verwendung für die Kärntner Würste gefunden. Die VinziWerke werden zwei Tonnen falsch deklarierter Ware von der Kärntner Fleischerei übernehmen. "Da diese Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich sind, wäre es in Anbetracht der Tatsache, dass es auch bei uns Menschen gibt, die sich nur schwer Nahrungsmittel leisten können, und erst recht in Hinblick auf den weltweiten Hunger, eine unverantwortliche Handlungsweise, diese zu vernichten", hieß es in einer Aussendung der sozialen Einrichtung, die Notschlafstellen für Obdachlose betreiben, am Mittwoch.

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