Ein 83-Jähriger aus dem Bezirk Ried hat am Samstag seine 77-jährige Ehefrau erschossen. Anschließend wollte der Mann sich selber erschießen, was jedoch misslungen sei, wie die Polizei am Abend mitteilte.
Der Mann hatte seine Ehefrau am Freitagabend aus dem Pflegeheim abgeholt und nach Hause gebracht. Vor der Tat habe der 83-Jährige im Postkasten seiner Nachbarn ein Testament und einen Zettel, mit der Bitte, die Polizei zu verständigen, hinterlassen, teilte diese weiter mit.
Die Nachbarn fanden kurz vor 10.00 Uhr den am Kopf stark blutenden 83-Jährigen in seinem Wohnhaus und verständigten sofort die Einsatzkräfte. Nach der Erstversorgung wurde der Mann in ein Linzer Krankenhaus gebracht. Sobald sich der Zustand des Mannes bessert, soll er in die Justizanstalt Ried eingeliefert werden.
Statement von Frauenministerin und Justizministerin
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) reagierten am Samstagabend mit einem gemeinsamen Statement gegenüber der APA. "Es ist tragisch, aber erneut muss man die Dinge beim Namen nennen: Die Tötung einer Frau durch ihren Ehepartner ist kein 'erweiterter Suizid', sondern ein Akt tödlicher Gewalt. Als Bundesregierung haben wir einerseits bewusst den Zugang zu Schusswaffen bereits verschärft. Wir arbeiten weiterhin entschlossen daran, dass Gewaltschutz und präventive Hilfsangebote für jede Frau - völlig unabhängig von ihrem Lebensalter - greifen", so die Ministerinnen.
(Redaktioneller Hinweis: S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.)