Bruckner Orchester eröffnet Oberösterreichische Stiftskonzerte

Kammer- und Barockmusik in Prunkräumen mehrere Klöster - Auftakt an diesem Wochenende - Internationale Interpreten und prominent besetzte Lesungen

Mit zwei Konzerten des Bruckner Orchesters Linz (BOL) unter Chefdirigent Markus Poschner werden an diesem Wochenende im Marmorsaal des Stiftes St. Florian die Oberösterreichischen Stiftskonzerte 2026 eröffnet. Bis 26. Juli finden 22 Konzerte in den barocken Kirchen und prunkvollen Sälen von sieben oberösterreichischen Stiften statt.

Markus Poschner
© Weihbold für Poschner

Der Saison-Auftakt im Augustiner Chorherrenstift St. Florian ist seit vielen Jahren dem BOL und seinem jeweiligen Chefdirigenten anvertraut. Markus Poschner hat 2013 als kurzfristiger Einspringer im Marmorsaal erstmals das Orchester geleitet, was vier Jahre später zu seiner Berufung zum Chefdirigenten führte. Am Samstag und Sonntag dirigiert Poschner das BOL bei Bruchs Konzert für Violine und Orchester Nr. 1, mit der Solistin Noa Wildschut, und Franz Schuberts Großer C-Dur Sinfonie Nr. 8. Am 30. Juni leitet Poschner "sein" Orchester bei Gustav Mahlers 3. Sinfonie in der Basilika des Stifts St. Florian. Der sinfonische Schwerpunkt der heurigen Stiftskonzerte gipfelt schließlich am 4. Juli in der Aufführung von Anton Bruckners Sinfonie Nr. 8 unter der Leitung von Philippe Jordan. Für den Schweizer Dirigenten ist es ein Debüt in der Basilika St. Florian und beim BOL.

Internationale Interpreten zu Gast

Seit der Gründung der Stiftskonzerte vor 52 Jahren ist Kammermusik ein Fixpunkt der Programme, ebenso wie Barockmusik in den Prunkräumen der Klöster. Interpreten sind wie stets internationale Ensembles und Solisten, u.a. das französische Fauré Quartett, die moldauisch-österreichisch-schweizerische Geigerin Patricia Kopatchinskaja und der finnische Pianist Joonas Ahonen, Cellistin Julia Hagen, der japanische Chopin-Interpret Hayato Sumino, das englische Vokalensemble "Apollo 5" und der aus dem Lungau stammende Bariton Rafael Fingerlos.

Barocke Klangfülle liefern auch Giovanni Antonini mit seinem "Il Giardino Armonico" und - erstmals bei den Stiftskonzerten - "Le Concert de la Loge" aus Frankreich. Zusammen mit einem akrobatischen Tanz-Ensemble wird Vivaldis Musik zu einem spektakulären Erlebnis. Lesungen der Erfolgsautoren Christoph Ransmayr und Erika Pluhar, musikalische Spaziergänge und Open-Air-Konzerte erweitern das Programm.

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