Vöcklabruck

Explosionsgefahr bei Räumung von Drogenküche

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Der 22-jährige Mieter hatte explosive Chemikalien in der Wohnung gelagert.

In Frankenmarkt (Bez. Vöcklabruck) hat die oö. Polizei ein Drogenlabor ausgehoben. Ein 22-Jähriger hatte in seiner Wohnung in einem Mehrparteienhaus teils explosive und leicht brennbare Chemikalien unsachgemäß gelagert. In Mattighofen (Bez. Braunau) wurden drei Dealer, die Cannabis im Wert von 90.000 Euro produziert und zum Verkauf hergerichtet haben, geschnappt.

Im Februar war ein Hinweis auf das Drogenlabor in Frankenmarkt bei der Polizei eingegangen. Bei der folgenden Hausdurchsuchung fanden die Beamten in der Wohnung des 22-Jährigen nicht nur Speed, Cannabis und diverse Drogenutensilien sondern auch ein regelrechtes Chemie-Lager. Um andere Bewohner des Mehrparteienhauses nicht zu gefährden, wurden zur Räumung des Labors Spezialisten und die Feuerwehr beigezogen.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Chemikalien für die Produktion synthetischer Drogen geeignet waren. Der Verdächtige bestreitet allerdings, Suchtgift hergestellt zu haben. Er gab lediglich gelegentlichen Drogenkonsum und die ihm vorgeworfene fahrlässige Gemeingefährdung durch die unsachgemäße Lagerung gefährlicher Substanzen zu. Er wurde angezeigt.

In Mattighofen machten die Drogenermittler ebenfalls einen größeren Fang: Ein 22-Jähriger hatte in seinem Elternhaus gemeinsam mit seinem Bruder mehrere professionelle Indoor-Anlagen für die Gewinnung von Cannabiskraut im großen Stil betrieben. 170 Pflanzen wurden dort gefunden. Zudem bewirtschaftete er gemeinsam mit einem 24-Jährigen im Kobernaußerwald seit Juni 2013 eine Outdoor-Plantage mit 24 Hanf-Pflanzen. Insgesamt wurden von den drei Männern im Lauf des Jahres neun Kilo Cannabis produziert und für den Verkauf verpackt. Alle drei wurden ebenfalls angezeigt.

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