erfroren vorderweißenbach

Beisetzung nach Kälte-Drama

Heute Abschied von Simon (2)

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Nach der Totenwache am Montag folgen heute Requiem und Beisetzung des kleinen Simon.

OÖ. Die Trauer in Vorderweißenbach nimmt kein Ende. Noch immer kann keiner verstehen, warum der kleine Simon E. seinen dritten Geburtstag nicht erleben durfte. Warum er bei –10 Grad im leichten ­Pyjama erfror, während seine Eltern bei Nachbarn feierten.

Der Bub dürfte Mama und Papa gesucht haben, das Einfamilienhaus (das traurigerweise direkt gegenüber dem örtlichen Friedhof errichtet wurde) war ­unversperrt, das Babyfon schlug nicht an, die Eltern hielten nicht Nachschau, als sie nach Hause kamen, oder kamen überhaupt erst um 5 Uhr in der Früh heim, als alles schon viel zu spät war. Viele Fragen sind noch offen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Gegen das gut situierte junge Paar, das laut Staatsanwaltschaft erst im Jänner vor Gericht einvernommen wird, steht der Verdacht der Verletzung der Aufsichtspflicht und der fahrlässigen Tötung im Raum. Auch das Jugendamt wird sich mit dem Fall intensiv beschäftigen, zumal die Mutter hochschwanger sein soll.

All die Gedanken und Bedenken stehen aber heute bei den Trauerfeierlichkeiten in der Pfarre sicher im Hintergrund.

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